Podestplätze für Lotte Weller und Lena Schwab
Insgesamt fast 4000 Starter*innen, optimale Bedingungen – und am Ende viele strahlende Gesichter: der Lauf der Eßlinger Zeitung quer durch die Innenstadt war wieder mal einer der sportlichen Höhepunkte für die Schulgemeinschaft. 43 THGler streiften sich in diesem Jahr das grüne Lauf-Shirt über und bewiesen Ausdauer, mehr als 15 Jahre ist die Schule nun schon bei diesem Breitensport-Highlight vertreten.
Die Ergebnisse konnten sich einmal mehr sehen lassen: Im Schülerlauf 3 über 2,5 Kilometer schafften Lotte Weller (10:45 Minuten) als Zweite und Lena Schwab (11:07) als Dritte sogar den Sprung aufs Treppchen. Nick Heidinger (10:09) kam bei den Jungs auf den 18. Platz. Im Schülerlauf 2 – ebenfalls über 2,5 Kilometer – waren Johan Kenner (24./11:26) bei den Jungs und Eva Beck (28./13:27) die Schnellsten.
Auch im Hauptlauf über 10 Kilometer gab es einen Podestplatz zu feiern: Unsere Abiturientin Pauline Thym lief die Strecke in 49:40 Minuten und wurde Dritte in der Altersklasse U20. Schnellster im grünen Trikot war aber wieder einmal unser Sportlehrer Jan Knapp, der in 42:22 Minuten die anderen THGler abhängte und nur von den K-1-Schülern Alexander Müller (39:55/ohne Schule oder Verein gestartet) und Nick Vollstädt (42:02/TV Liebersbronn) übertroffen wurde.
Fazit: es war wieder ein tolles sportliches Event in historischem Ambiente, das das (Schul)Gemeinschaftsgefühl gefördert hat. Die glücklichen Gesichter im Zielbereich an der Schelztor-Sporthalle sagten alles. Bei der Organisation lief zwar noch nicht alles rund, nachdem die Startzeiten nach vorne verlegt worden waren, dennoch war für die meisten Schüler*innen und deren Eltern klar: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.
Ein großer Dank geht an die Sportlehrkräfte Miriam Bertoldi und Jan Knapp, die die Teilnahme des THGs in diesem Jahr wieder organisiert haben – und an alle Läufer*innen, die unter vollem Körpereinsatz die Ehre der Schule verteidigt haben.
Die weiteren Ergebnisse im Internet unter: https://esslingen.r.mikatiming.de/2026/
Text/Fotos: Jürgen Roos
Am 18.06.2026 hat Herr Johnny Ho von der Firma Eberspächer in unseren Kursen einen sehr spannenden Vortrag zum Innovationsmanagement gehalten. Hierbei ging es um den Prozess, vielversprechende Innovationen zu finden und in gewinnbringende Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Dabei ist es sinnvoll, das gesamte Potenzial an neuen Ideen auszuschöpfen, das innerhalb einer Belegschaft verfügbar ist. Die Zukunftsfelder der ökonomischen Entwicklung und Megatrends in der Gesellschaft spielen dabei eine große Rolle. Das Ziel des Innovationsmanagements ist es, Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder neu zu erreichen. Neben der Prozesssteuerung im Unternehmen werden für die Planung teilweise auch externe Berater hinzugezogen, die über Spezialwissen in ihrem Bereich verfügen. Die Firma Eberspächer treibt ihre Innovationen unter anderem in folgenden Segmenten voran: saubere Mobilität zur Verbesserung der Luftqualität, nachhaltige Heizkonzepte, elektronische Funktionen fürs Fahrzeug, Wasserstoff als alternativer Energieträger sowie vernetzte Systeme für digitale Dienste.
Wir danken für diese vielfältigen und spannenden Einblicke in die Welt der Innovationen!
Text und Fotos: Angela Fock
Toutes nos félicitations pour votre réussite au baccalauréat (avec mention très bien)!
Herzlichen Glückwunsch zu eurem sehr guten französischen Abitur!
(Nele und Pauline K2 bilingual)
„Music was my first love“ bildete den fulminanten Höhepunkt eines wunderbaren Konzertabends, den das begeisterte Publikum im bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz besetzten „Neuen Blarer“ erleben durfte. Über 200 Schülerinnen und Schüler standen gemeinsam auf der Bühne und spielten und sangen zusammen John Miles` bekanntes Stück – Gänsehaut pur, und das bei den hochsommerlichen Temperaturen!
Eröffnet hatte das Konzert der Unterstufenchor mit einem Augenzwinkern, hieß doch das erste Lied „Schalt aus dein Handy“ und unterstellte der zweite Song allen Anwesenden eine gewisse „Tatschofonie“. Die Zuhörenden verstanden sofort und zückten im Verlauf des kurzweiligen Abends ihre Handys nur noch, um möglichst viele der schönen Momente festzuhalten. Ein buntes, auf die jeweiligen Ensembles perfekt abgestimmtes Programm hatten die THG-Musiklehrkräfte Daniel Egger, Dirk Hiddeßen, Manuela Pfau, Anika Roth, Ann-Katrin Schultze, Volker Spiegel, Marie-Valérie Track und Jürgen Zimmermann zusammengestellt und so konnten neben dem Unterstufenchor auch das Unterstufenorchester, der Mittelstufenchor, das Sinfonieorchester, die Jazzband, sowie der Kammerchor ihr ganzes Können zeigen und entfalten. Beim Unterstufenorchester wurde der Taktstock sogar weitergegeben: Eine junge Nachwuchsdirigentin und ein Nachwuchsdirigent übernahmen und zeigten, was sie im Rahmen des Musik-Vorprofils auch auf dieser Ebene schon gelernt haben. Und wie bereichernd es ist, AG-übergreifend Musik zusammen zu machen, zeigte der gemeinsame Auftritt von Jazzband und Unterstufenchor – „Friend like me“ bekam in dieser Hinsicht noch einmal eine ganz neue Bedeutung und einen besonderen Klang.
Mit so viel Herzblut vorgetragene Stücke ergriffen auch das Publikum, das sich mit tosendem Applaus bedankte: für die Liebe zur Musik, die an diesem Abend in jedem gespielten Ton und jeder gesungenen Zeile spürbar geworden war.
Text und Fotos: Carmen Große
… das erlebten die Besucherinnen und Besucher des gleichnamigen Theaterstücks, das die Mittelstufen-Theater-AG unter der Leitung von Sabrina Winter sich ausgedacht und mit viel Herzblut und großer Spielfreude auf die THG-Bühne gebracht hat, hautnah mit.
Und das Publikum erfuhr dabei noch viel mehr: Es durfte einen Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie werfen – und damit hinter die Fassade der einzelnen Schauspielerinnen, die sich allesamt für die Hauptrolle der Pandora beworben hatten, in der festen Überzeugung, die einzige, wahre, beste Besetzung zu sein, die die Filmwelt je erlebt und gesehen hat, auch wenn das beim Casting die strenge Regisseurin samt Regieassistenz ganz anders sehen. Doch das vor den Mitbewerberinnen zugeben? Auf keinen Fall! Da wird lieber gute Miene zum bösen Spiel gemacht und der Schein gewahrt. Dazu gehört auch, vorzugeben, nicht wissen zu wollen, was sich in der für Pandora schon bereitstehenden großen Kiste verbirgt – und sich dann doch heimlich nachts hinzuschleichen, um nachzuschauen, ein Wissensvorsprung vor den anderen kann schließlich nicht schaden. Verblüffend nur, dass alle diese Idee hatten und nacheinander auffliegen. Aber: Ist das wirklich so verblüffend? Hat sich die Büchse der Pandora nicht längst geöffnet und unter anderem Neid und Gier unter den Menschen verbreitet, wie hier bei den Aktionen der Schauspielerinnen zu sehen? Schließlich bekommt keine von ihnen die Hauptrolle der Pandora – die erhält die gerüchteumwobene Anna Müller, in den Augen ihrer Mitbewerberinnen eine absolute Fehlbesetzung, wie sie nach der Kinopremiere des Films einstimmig feststellen.
Ihnen bleibt die Hoffnung, im nächsten Film mitzuspielen und den Gästen in der THG-Aula Denkanstöße gegeben zu haben: fiktive wie wirkliche, wahre und reale. Diesen zum Schluss ausgesprochenen Wunsch bedachte das begeisterte Publikum mit lang anhaltendem Applaus – und damit mit einem klaren JA!
Die tolle Aufführung am THG war gleichzeitig eine sehr gelungene Generalprobe für den bevorstehenden Auftritt beim Schultheaterfestival des Staatstheaters Stuttgart Mitte Juli – bis dahin trägt der tosende Beifall die SpielwerkTHG-Gruppe und auch die große, schwere Kiste der Pandora – hoffentlich, sicherlich, ganz bestimmt!
Text und Fotos: Carmen Große
Heiß, heißer, Jugend trainiert für Olympia. Die U14-Leichtathletinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums werden in Uhingen Kreismeister und Vierter in der Gesamtwertung.
Eine schweißtreibende Angelegenheit war das Leichtathletik-Kreisfinale im Haldenbergstadion in Uhingen. Bei Temperaturen über 30 Grad traten die jungen Athletinnen des THGs in den Disziplinen Hochsprung, Weitsprung, Ballweitwurf, 50-m-Lauf, 800-m-Lauf und 4x50-m-Staffel an und wurden (auch mangels gegnerischer Teams) souverän Kreismeister des Kreises Esslingen. In der Gesamtwertung der umliegenden Kreise – das Finale findet immer zentral für alle in Uhingen statt – belegten die Esslingerinnen schließlich Platz vier.
Besonders stark präsentierte sich das THG-Team im Weitsprung und in der Staffel, in beiden Disziplinen waren sie die beste von fünf konkurrierenden Schulmannschaften. In anderen Disziplinen dominierten andere, aber auch das gehört natürlich dazu. Bei der abschließenden Teamsitzung im Regionalzug von Uhingen nach Esslingen (mit Eis am Stiel) waren sich alle einig: es war anstrengend und heiß – aber es hat riesig Spaß gemacht! Die Planungen für nächstes Jahr laufen schon.
Im Team des THG Esslingen (Betreuung Frau Weiß und Herr Roos) liefen, sprangen und warfen: Luise Bottesch, Fanny Heidinger, Luisa Hieber, Lotta Wachendorfer, Linda Wahl und Lotte Weller,
Text und Fotos: Katrin Weiß/Jürgen Roos
Beim diesjährigen Wettbewerb zum Thema „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ haben folgende Schülerinnen und Schüler aus der Kursstufe 1 den 10. Landespreis erreicht:
Penélope Lopes, Yves Münzenmaier sowie ihre Austauschpartnerinnen: Jacinthe Contet und Femke Lechat aus Grenoble.
Im Rahmen des Bili-Austausches mit der Cité Scolaire Internationale de Grenoble haben sie einen Poetry-Slam auf Deutsch und Französisch mit dem Titel: „Vergesset nie notre démocratie“ verfasst, der die Jury überzeugen konnte. In ihrem Text ging es um die Menschenrechte in Europa im Vergleich zu den USA und unsere Aufgabe, diese Rechte und Werte zu beachten und zu bewahren. Hier kommt der Appell der Jugendlichen, der in der letzten Strophe ihres Slams zum Ausdruck kommt:
Unser Ruf an Europa, die Welt,
Achtet das, was wirklich zählt.
Der Friede ist, was uns bewahrt,
Nur vereint bleibt uns Gewalt erspart.
Jetzt, für immer, vergesset nie
Unsere zu erhaltende Demokratie!
Insgesamt haben aus ganz Baden-Württemberg 22.000 Teilnehmende ihre Beiträge eingereicht. Die Plätze 1 bis 11 wurden offiziell im Haus der Geschichte in Stuttgart geehrt (siehe Fotos). Evelyne Gehardt (Landesvorsitzende der Europa-Union BW), Florian Haßler MdL (Staatssekretär und Präsident der Europäischen Bewegung BW) und Nicolas Fink MdL (Abgeordneter für den Wahlkreis ES und Mitglied im Ausschuss Europa) überreichten in feierlichem Rahmen die Urkunden und einen Geldpreis.
Darüber hinaus freuen wir uns über zahlreiche Ortspreise bei diesem europäischen Wettbewerb, die am Sommerfest am THG von der Stadt Esslingen feierlich übergeben werden sollen. Die Ortspreise gehen an: Amelie, Azrin, Ceyda, Jule, Valentina, Viktoria (10c bilingual) sowie Yves und Penélope (K1 bilingual) jeweils mit ihren Corres.
Text: Für die Fachschaft Französisch: Marion Bauche und Angela Fock
Fotos: Julian Rettig/EUBW
Wenn man gefragt wird, ob man morgens lieber im Unterricht sitzen oder Fußball spielen will, dann entscheidet man sich natürlich für Fußball. Zumindest haben wir genügend Spielerinnen zusammenbekommen, um am Dienstag, den 19. Mai, zusammen mit Herrn Diegel zum Bezirksfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ zu fahren.
Die bunt zusammengewürfelte Mannschaft aus elf motivierten Fußballerinnen drei verschiedener Klassenstufen traf sich morgens am Bahnhof, um gemeinsam nach Marbach zu fahren.
Am Start waren neun Teams, eines hatte kurzfristig abgesagt. Los ging es mit der Vorrunde, in der wir vier Spiele bestreiten durften. Nachdem wir das erste Spiel leider knapp verloren hatten, konnten wir das nächste für uns entscheiden. Zwei Spielerinnen konnten wegen einer Bus-Panne und einer Klausur erst später kommen, aber nach dem dritten Spiel war unser Kader endlich vollzählig. So konnten wir das letzte Spiel der Vorrunde mit 4:1 deutlich gewinnen und landeten in unserer Gruppe auf dem dritten Platz.
Nach einer kleinen Pause stand das nächste Spiel an, diesmal gegen die Viertplatzierten der anderen Gruppe. Herrn Diegels ausgeklügelte Aufstellungen und Taktiken gingen auf und wir durften nach dem Sieg um Platz fünf spielen. Dieses letzte und sehr spannende Match konnten wir schließlich im Elfmeterschießen für uns entscheiden.
Lediglich die Heimfahrt lief nicht ganz wie geplant, das lange Stehen im überfüllten, steckengebliebenen Zug war fast anstrengender als das Fußballspielen. Aber natürlich hat es sich gelohnt, am Turnier teilzunehmen. Die vielen fairen Spiele bei schönem Wetter haben uns allen sehr viel Spaß gemacht und mit Platz fünf können wir auf jeden Fall zufrieden sein!
Text: Nele Mauser, Foto: Lea Jentsch
Am 13. Mai sahen die Flure und der Schulhof des THGs bunter aus als sonst. Der Grund: Alle Schüler*innen und Lehrer*innen waren anlässlich des bundesweiten Trikottages eingeladen, in Sporttrikots in die Schule zu kommen. Der Aktionstag macht einmal im Jahr auf Sportvereine und deren wichtige und gemeinschaftsstiftende Arbeit aufmerksam.
Am THG hat die SMV zusätzlich einen Fotowettbewerb für die besten und kreativsten Trikot-Fotos ausgerufen. Aus den Einsendungen hat die Mini-SMV drei Sieger-Fotos gekürt:
Der erste Platz ging an zwei Schülerinnen der 6a, die eine Fotostrecke mit dem Wort Trikot gebastelt haben. Eine Gruppe von VfB-Fans aus der 9b belegte den zweiten Platz und auf Rang drei wurde ein Standbild von vier Schülerinnen der 6b gewählt, das eine Szene aus einem Fußballspiel zeigt. Wir haben uns sehr über die schönen und einfallsreichen Fotos gefreut!
Text und Fotos: Nele Mauser, Kursstufe 2
Wo ist das kostbare Collier? Wurde es gestohlen? Und wie kommt das Messer in die Torte? Wer weiß etwas oder vielleicht sogar etwas mehr? Hat jemand etwas gehört oder gesehen? Und wer hat womöglich was gemacht – oder sogar verbrochen?
Fragen über Fragen stellen sich den Detektivinnen und mit ihnen dem Publikum, das hautnah bei den Ermittlungen dabei ist. Die ereignen sich rund um ein Krimi-Dinner, bei dem ein alter Fall noch einmal aufgerollt wird. Drei Erzählerinnen nehmen die Zuschauenden mit auf eine Zeitreise 50 Jahre zurück. Da waren die mittlerweile betagten Gastgeberinnen noch jung, Austauschschülerinnen waren gerade zu Gast, ebenso wie eine Reihe von reichen Freundinnen, die jedoch eher für sich bleiben wollten. Doch während der gesellige Abend Fahrt aufnahm – es wurde getrunken, getanzt und gelacht – geschah es: Ein schwarzer Schatten huschte durch die Gesellschaft, kurz darauf war ein Schrei zu hören: „Mein Collier! Es ist weg!!“
50 Jahre später – jetzt, in der Gegenwart – bringt eine unbedachte Äußerung den Stein ins Rollen. Akribisch begeben sich die Detektivinnen auf Spurensuche, stellen Nachforschungen an und befragen die Gäste von damals, die wieder am Ort des Geschehens sind und es sich gut gehen lassen wollen. Rebecca, die Frau im Regenbogenkleid, möchte das Wort ergreifen, da zuckt sie zusammen und kann sich gerade noch ducken: Ein Messer verfehlt sie nur knapp und bleibt stattdessen in der Torte, die auf dem Tisch steht, stecken; die Täterin sinkt ohnmächtig zu Boden. Nun kann Rebecca nicht mehr länger schweigen – vor 50 Jahren war sie von der jetzt alt gewordenen reichen Dame Lady Melissa beauftragt worden, ihr Collier zu stehlen, damit diese wiederum einen Versicherungs-betrug daraus machen und eine große Summe Geld kassieren konnte. Lady Melissa ahnte, dass Rebecca kurz davor war, auszupacken, und wollte sie lieber für immer zum Schweigen bringen. Doch anders als die Torte konnte Rebecca dem Mord entkommen – zum Glück!
Darüber und über die Aufklärung des Falls freute sich auch das Publikum. Mit lang anhaltendem Applaus bedankte es sich bei der Unterstufen-Theater-AG und Stefanie Schlimper und Dagmar Kircher-Krause für diesen spannenden und unterhaltsamen Theaterabend.
Text und Fotos: Carmen Große
Von Montag, 27. April bis Donnerstag, 30. April waren wir, die Französisch-bilingual-Gruppe aus Klasse 8, in Baden-Baden. Dort fand die Drittortbegegnung zwischen uns und unserer französischen Partnerschule aus dem Elsass statt.
Seit der 5. Klasse treffen wir einmal im Schuljahr unsere französische Partnerklasse des Collège les Sources aus Saverne. Wir arbeiten immer gemeinsam an einem Projekt, machen Ausflüge zur Landeskunde und spielen mit den Austauschschülern zusammen Sportspiele. Dieses Jahr waren wir in Begleitung von Frau Schmid vier Tage gemeinsam in der Jugendherberge in Baden-Baden. (Bastian Kircher)
Da wir während der Drittortbegegnung in Baden-Baden einen Tag im Besucherzentrum des SWR (Südwestdeutscher Rundfunk) verbrachten, lag es nahe, dass wir als Projekt eine deutsch-französische Radiosendung erstellten. Durch dieses Projekt konnten beide Parteien in die Medienkultur des jeweils anderen Landes eintauchen. Durch die teilweise von Social-Media-Plattformen beeinflussten Sendungen kam es zu sehr unterhaltsamen Ergebnissen! (Tom Höfler)
Am Dienstag besuchten wir mit unseren französischen Austauschschülern das SWR-Funkhaus. Bei der Führung sahen wir die Studios der Sendung „Kaffee oder Tee“, der Serie „Die Fallers“ und der Fernsehshow „Sag die Wahrheit“. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie viel Technik und Arbeit hinter einer Fernsehsendung steckt. Wir haben erfahren, dass Baden-Baden früher ein großer Produktionsstandort war, mit Werkstätten für Kulissen und Ausstattung. Durch den Einsatz von KI werden diese Werkstätten künftig nicht mehr gebraucht und der Standort wird in Zukunft stärker digitalisiert. (Timo Hattenhauer)
Baden-Baden hat eine sehr schöne Altstadt, die wir im Anschluss kennen lernten. Dort gibt es viele Wiesen und Bäume, die Häuser sind sehr alt und elegant gebaut. Es gibt das Kurhaus, das heute ein Kasino ist, und die Trinkhalle, in der man früher Heilwasser trinken konnte, sie ist mit viel Stuck verziert. Heute ist dort nur noch ein Brunnen, aus dem man nicht mehr trinken darf. Seit der Römerzeit gibt es in Baden-Baden Kurbäder, für die im 19. Jahrhundert reiche Leute auch von weit her angereist kamen. Es war ein Statussymbol, wenn man in diesen Bädern baden konnte. Baden-Baden war durch die Bäder eine sehr reiche Stadt. (Lara Schuder und Johanna Miller)
Am Mittwoch fuhren wir von der Jugendherberge mit dem Zug nach Karlsruhe. Dort besuchten wir das ZKM (Zentrum für Kunst und Medien). Zuerst mussten wir unsere Rucksäcke in Schließfächern verstauen, anschließend wurden wir für die Führungen in getrennte deutsche und französische Gruppen eingeteilt. Die Frau vom ZKM führte uns zu einem Kunstwerk aus Schaufensterpuppen mit rotem Kleid, die sich stark drehten. Dann kamen wir zu einem Bildschirm und sollten uns davor stellen, so dass lauter Fliegen sich durch eine Kamera zu unserem Spiegelbild formten. Wenn man sich bewegt, verschwindet das Bild, was dem Zuschauer zeigen soll, wie schnell wir die vielen digitalen Bilder im Alltag vergessen. Danach ging es in die „Zockeretage“, dort konnten wir Computerspiele von früher und von heute ausprobieren, wie Mario oder Pac-Man. Es war ein sehr schönes Erlebnis. (Lennox Spengler)
In der Mittagspause hatten wir Zeit, um die Innenstadt zu erkunden und etwas zu essen. Manche blieben einfach auf einer Bank sitzen, um zu reden, andere kauften sich Essen und wieder andere holten sich Spritzpistolen, um die anderen nass zu machen. Danach gab uns Frau Schmid eine kleine Führung und erklärte uns, dass die „Fächerstadt“ Karlsruhe als Ganzes geplant und gebaut wurde, anders als die historische Altstadt in Esslingen, die im Mittelalter nach und nach entstand. Danach nahmen wir den Zug zurück zur Herberge. Alles in allem war es ein schöner aber anstrengender Tag. (Simon Schupp)
Am Donnerstag präsentierten wir unsere Radiosendungen und machten noch eine Runde Sportspiele. Dann verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und fuhren wieder zurück nach Esslingen.
Margarete Schmid
Auch in diesem Schuljahr fand unsere bilinguale Drittortbegegnung in Baden-Baden statt – ein besonderes Highlight für unsere Bilingualschülerinnen und -schüler der Klassen 6 und 8.
Für die Sechstklässler stand vor allem das persönliche Kennenlernen ihrer Austauschklasse im Mittelpunkt. In zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten konnten sie ihre Französischkenntnisse ganz praktisch anwenden und erste interkulturelle Erfahrungen sammeln.
Ein besonderes Highlight war der Besuch im Frieder Burda Museum:
Nach einem Besuch einer Ausstellung zum Thema „Wettstreit mit der Wirklichkeit“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler in einem kreativen Workshop in der Kunstwerkstatt mit dem Thema Fotorealismus auseinander und wurden selbst künstlerisch aktiv. Dabei entstanden beeindruckende eigene Werke – von detailreich gemalten Cupcakes bis hin zu farbenfrohen Lollis.
Neben dem kreativen Arbeiten erkundete die Gruppe bei einer Rallye die Stadt Baden-Baden, gingen gemeinsam wandern und lernten die Umgebung kennen. Sport- und Gemeinschaftsspiele sowie ein Musikprojekt rundeten das Programm ab.
Bei bestem Wetter, leckerem Essen in der Jugendherberge und einer rundum fröhlichen Atmosphäre wuchsen die Gruppen schnell zusammen.
Die Drittortbegegnung in Baden-Baden war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung, die nicht nur die Sprachkompetenz stärkte, sondern vor allem das Miteinander und das Verständnis für die jeweils andere Kulturvertiefte.
Text: Tabea Röse und Annemarie Sturm
Fotos: Tabea Röse, Annemarie Sturm und Nicolas Willmann
Für die U15-Fußballer des THG war im Kreisfinale Endstation. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen beim Turnier in Filderstadt-Bernhausen reichte es nur zum vierten Platz – aber im Verlauf der sechs Spiele war es spannender als das bloße Ergebnis vermuten lässt. Am Ende konnten die Esslinger Fußballer die Erkenntnis mitnehmen: das THG war die einzige Schule, die den späteren Turniersieger und Kreismeister ESG Filderstadt besiegen konnte.
Die THG-Kicker gingen hoch motiviert ins erste Spiel gegen das MPG Nürtingen und mussten gleich einen herben Dämpfer hinnehmen: Nürtingen war nicht unbedingt das bessere Team, hatte aber zumindest bei zwei Torabschlüssen das Glück auf seiner Seite und gewann etwas zu hoch mit 3:0.
Damit ging es im zweiten Spiel schon um alles und das THG-Team lieferte eindrucksvoll ab. Die Spieler aus Filderstadt waren im Schnitt einen Kopf größer als die Esslinger (weil sie vor allem dem höheren Jahrgang 2012 entstammten), aber die lieferten einen großen Kampf: die Filderstädter waren zwar leicht überlegen, bekamen in der THG-Hälfte aber keinen Quadratzentimeter Platz. Esslingen verteidigte leidenschaftlich und wurde vier Minuten vor Schluss für diesen Kampf belohnt: Luka Kovacic setzte sich auf seiner rechten Schokoladenseite energisch durch und spielte schließlich fast von der Grundlinie einen scharfen Pass nach innen, Felix Münch war zur Stelle und schob eiskalt zum 1:0-Siegtreffer ein. Danach das gleiche Bild: Filderstadt rannte an, brachte den Ball aber niemals gefährlich vor das von Hannes Schäfer gut gehütete Tor. Nach diesem Sieg war sogar der Turniersieg wieder möglich.
Aber leider nur noch theoretisch: ein absoluter Glückstreffer des HHG Ostfildern ließ im dritten und letzen Spiel die Träume vom Weiterkommen schnell platzen. Die THGler kämpften weiter, hatten aber kein Glück mehr und die zweite Niederlage (0:1) war besiegelt. Filderstadt machte dann im letzten Spiel durch ein souveränes 3:0 gegen Nürtingen den Kreismeistertitel und das Weiterkommen auf RP-Ebene perfekt. Für die Esslinger blieb ein gemischtes Fazit: gegen den Kreismeister hatten sie war nach großem Kampf gewonnen. In den beiden anderen Spielen hatten aber die Gegner jeweils im richtigen Moment das Glück auf ihrer Seite.
Text und Fotos: Jürgen Roos
Was hat die Arbeit eines afrikanischen Investigativ-Journalisten mit deutschen Jugendlichen zu tun? Was zunächst wie eine theoretische Frage klingt, wurde in der Aula des THG mit Leben gefüllt. Die Antwort: sehr viel. Das wurde im Gespräch mit Philip Obaji jr. aus Nigeria schnell deutlich. Der diesjährige Träger des Theodor-Haecker-Preises war in der Aula des THG zu Gast und sprach über seine zum Teil lebensgefährliche Arbeit und seinen Einsatz für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Demokratie. Eine beeindruckende Veranstaltung.
Es ist eine schöne Tradition, dass die Preisträger*innen mit den Schüler*innen des THG ins Gespräch kommen. Die Stadt Esslingen vergibt den Theodor-Haecker-Preis, einen Menschenrechts-Preis für politischen Mut, benannt nach einem Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, alle drei Jahre. Wie immer führten die Schüler*innen selbst durch das Gespräch vor der K1 und einer Religions-Klasse aus Stufe 9. Nach einer kurzen Vorstellung des Journalisten moderierten Rahel Kersten und Safwan Malik aus der K1 auf Englisch das Gespräch und fokussierten neben seiner beeindruckenden Arbeit auch seine Person, sein Leben und seine Motivation, bevor das Plenum die Möglichkeit bekam, weitere Fragen zu stellen.
Und was hat die Arbeit von Philip Obaji Jr. in Zentralafrika und Mali nun mit den THG-Schüler*innen zu tun? Sein Ziel ist es, den Opfern der Gewalt, vielen Kindern und Jugendlichen, eine Stimme zu geben und über die politischen Zustände, den russischen Einfluss in den afrikanischen Staaten zu schreiben. Er selbst erlebt dadurch viel Gewalt und Unterdrückung von Meinungs- und Pressefreiheit. Und er hat dennoch nie darüber nachgedacht, aufzuhören. Die Kinder und Jugendlichen dort haben – genau wie Kinder und Jugendliche in Deutschland – Hoffnung auf eine gute Zukunft. Und dafür trage er die Verantwortung. Genau diese Verantwortung hätten auch wir, aber auf einer anderen Ebene. Es sei unsere Aufgabe, die Meinungs- und Pressefreiheit als großes Gut demokratischer Systeme in der Europäischen Union zu bewahren. Propaganda und Desinformation auf Social Media bergen die Gefahr, die Demokratie auszuhöhlen: “It is important to let you know, you have to be watchful on social media. It affects you. If you see controversial information, google sources to find what is true and better be careful what you consume. You have the power to change that!”, sagte Philip Obaji.
Viele persönliche Geschichten, gefährliche Erlebnisse im Krieg, politische und ökonomische Zusammenhänge in Bezug auf die Lage in Zentralafrika und Mali – und seine Vorliebe für Fußball (und den FC Bayern München) – umrahmten das Gespräch in eindrucksvoller Weise. Neben seinem Instagram-Namen wurde Philip Obaji von den Schüler*innen dazu befragt, was ihm helfe, psychisch und aber auch physisch zu überleben, wie er den Kontakt zu den Menschen in den Kriegsgebieten aufnehme und ob die Arbeit als Journalist schon immer sein Traumberuf gewesen sei.
Wenn er sich auf der ganzen Welt eine Person aussuchen könnte, die er gerne treffen würde, wären es immer wieder junge Menschen, die die Zukunft ihres Landes sind – und damit genau so wichtig wie die großen Politiker*innen. Philip Obaji freute sich sehr, an unserer Schule zu sein und mit Schüler*innen zu sprechen, die „durch eine sehr gute schulische Ausbildung ihre Welt und ihr Leben besser machen und ihre Träume leben wollen“.
Ein herzliches Dankeschön geht an Rahel Kersten und Safwan Malik für die Moderation sowie Herrn Wennagel und Herrn Roos für die Organisation und Marian Klotz für die technische Begleitung. Philip Obaji Jr. erhielt einen Tag später im Neckar Forum in Esslingen den internationalen Menschenrechtspreis für politischen Mut, reiste im Anschluss direkt weiter nach Frankreich, dann nach Nigeria, Österreich, … und teilt dadurch nicht nur online seine Recherchen zu Menschenrechten, Meinungsfreiheit und Fake News.
Text: Katrin Weiß
Fotos: Jürgen Roos
Die beiden jüngsten Fußballteams des THG griffen in Filderstadt-Bernhausen ebenfalls ins Turniergeschehen ein und spielten um die Kreismeisterschaft: Die U13 erreichte beim Finalturnier Platz vier unter sieben Mannschaften, die U15 gewann ihr Vorrundenturnier in souveräner Manier und steht nun in der Endrunde Ende April.
Fußball Jungen U15, 25.3.2026 in Filderstadt-Bernhausen
Die U15 erwischte einen denkbar schlechten Start ins Vorrundenturnier: Nach wenigen Sekunden stand es im ersten Spiel gegen die NFRS Plochingen nach einer verunglückten Abwehraktion schon 0:1. Muhammed Kaya glich zwar nach einigen Minuten aus, aber dann wollte der Siegtreffer trotz unzähliger Großchancen nicht gelingen. Das Gute daran war: Nach dem 1:1 zum Auftakt mussten nun zwei Siege her, um das Turnier zu gewinnen. Die THG-Jungs hatten mit diesem Druck kein Problem und drehten in den Spielen 2 und 3 so richtig auf.
Gegen das PMHG Echterdingen musste der ganze Frust über die verpassten Chancen aus Spiel 1 raus und den Esslinger Jungs gelang ein 5:0-Kantersieg (Tore: Muhammed Kaya 2, Finn Fröbel, Saad Girgin, Henrik Blase). Im abschließenden Spiel gegen die EKS Nellingen hielt das THG den Takt hoch und machte schon nach den ersten zehn Minuten alles klar. Am Ende stand ein deutliches 3:0 (Tore: Luka Kovacic 2, Finn Fröbel) und der anschließende Jubel über einen verdienten Turniersieg in dieser Vorrunde. Die Endrunde um die Kreismeisterschaft soll noch im April 2026 stattfinden.
Fußball Jungen U13, 24.4.2026 in Filderstadt-Bernhausen
Da ein Team abgesagt hatte und die THG-Jungs (U13) in eine Dreier-Gruppe gelost wurden, war schon vorher klar: Ein einziger Sieg in der Vorrunde würde reichen, um das Halbfinale zu erreichen. Davon beflügelt, lieferte die Mannschaft souverän ab und ließ gleich im ersten Spiel gegen die Erich-Kästner-Schule Nellingen nichts anbrennen. 4:1 hieß es am Ende, ein Tor war schöner als das andere (Torschützen: Mattis Mätzke 2, Aurel Shehu, Evangelos Terzidis) und die Abwehr lieferte unter ihrem Chef Niklas Bubeck eine starke Leistung ab. Das zwischenzeitliche 1:1 war nicht mehr als ein kleiner Schönheitsfehler.
Ein völlig anderes Bild im Vorrunden-Spiel Nummer 2: da hatten unsere Esslinger gegen das Max-Planck-Gymnasium Nürtingen wenig Chancen und verloren deutlich mit 0:4. Vorne hätte durchaus das eine oder andere Tor fallen können, am nächsten dran war Aurel Shehu mit einem eleganten Schlenzer an die Latte. Dennoch war die Niederlage verdient, Liam Scharpf im Tor verhinderte mit zwei, drei tollen Paraden sogar Schlimmeres.
Dann das Halbfinale: Das Elisabeth-Selbert-Gymnasium war klarer Favorit, aber die Jungs vom THG machten den Filderstädtern bei ihrem Heimspiel lange Zeit das Leben schwer. Und nicht nur das: Wenn eine der beiden überraschenden Chancen zum 1:0 geführt hätte, wäre sogar der Einzug ins Finale oder das Elfmeterschießen drin gewesen. So kam es, wie es kommen musste: Wenige Minuten vor Schluss nützte Filderstadt seine spielerische Überlegenheit und erzielte doch noch den Siegtreffer. Aber das THG hat zumindest an der Sensation gegen den späteren Kreismeister geschnuppert. So war aber auch ein Weiterkommen in die nächste Runde nicht mehr möglich.
Das Spiel um Platz 3 – wieder gegen Nürtingen – gestaltete sich dann längst nicht so einseitig wie die Vorrunden-Partie. Obwohl es um nicht mehr viel ging, gaben die THG-Fußballer zum Schluss nochmal alles. Evangelos Terzidis glich die Nürtinger 1:0-Führung aus. Nachdem Nürtingen auf 3:1 davongezogen war, brachte Niklas Bubeck das THG nochmal auf 2:3 heran. Mehr ging aber nicht mehr – trotz eines starken Mattis Mätzke im Tor. So stand am Ende Platz 4 als zufriedenstellendes Ergebnis – und ein toller Fußballtag im THG-Trikot.
Text und Fotos: Jürgen Roos
Wir, die Basketballmannschaft des THG, und Herr Diegel nahmen am 19 März, am Regierungsbezirksfinale des 3x3 Jugend trainiert für Olympia-Wettbewerbs in Ludwigsburg teil. Das Basketballteam bestand aus den Spielern: Jack Kathnak (K1), Tim Zursiedel (10. Klasse), Luis Sobanski (K1) und Mattes Waldmann (K1).
Die Anfahrt erfolgte am späten Vormittag, nach dem regulärem Unterricht, mit der S-Bahn nach Ludwigsburg. Dort konnten wir in der Sporthalle Innenstadt, die auch vom professionellen Basketballverein MHP Riesen in Ludwigsburg genutzt wird, spielen. Die Atmosphäre war von Anfang an energiegeladen und sehr spannend, da wir direkt von Anfang an versuchten, starke und schwache Gegner auszumachen.
Das eigentliche Turnier sollte am späten Mittag starten, doch schon die ersten Spiele verzögerten sich, da von ursprünglich 18 Mannschaften, vier nicht erschienen waren, was die komplette Turnierplanung durcheinanderwirbelte. Wir spielten im Format 3 gegen 3 Spieler anstatt wie sonst üblich 5 gegen 5 Spieler. Bei dieser besonderen Spielform, bespielt man nur einen Korb auf einem halben Spielfeld, was die Spiele körperlich sehr anspruchsvoll und intensiv gestaltet. Dementsprechend waren wir nach ein paar Spielen schon früh körperlich erschöpft, vor allem unser Kapitän Tim Zursiedel, der als stärkster Spieler unseres Teams fast gar keine Pausen innerhalb der Spiele hatte.
Nach einer erfolgreichen Qualifizierungsphase für die ersten sechs Plätze, war das gesamte Team hochmotiviert. Zwischen den Spielen gab es immer ausreichend Pause, in der wir die Punkte für die Spiele der anderen Mannschaften notierten.
Zu Beginn der Gruppenphase, um die Plätze 1 bis 6 hofften wir auf eine gute Platzierung. Leider folgten dann zwei knappe Niederlagen gegen Gegner, die wir eigentlich hätten schlagen müssen. Danach folgte eine weitere Niederlage gegen einen klar besseren Gegner, unter anderem auch deshalb, weil wir sowohl körperlich als auch mental erschöpft von dem Tag waren. Aufgrund eines Unentschiedens und einem Sieg in der Gruppenphase sicherten wir uns letztendlich trotzdem den fünften Platz. Obwohl es ein gutes Endergebnis ist, trotzdem etwas bitter, da wir nicht doch besser abgeschnitten hatten. Denn die spielerische Qualität war definitiv vorhanden.
Abschließend standen sowohl der sportliche Fokus, im Hinblick auf die Platzierung, als auch der Spaß im Vordergrund. Ein durchaus gelungene Turnierteilnahme, die nächstes Jahr hoffentlich genauso wiederholt werden kann.
Text: Mattes Waldmann, Foto: Sebahattin Yildirim
Am Freitag, 30.01.2026 fand nachmittags am THG die traditionelle und alljährliche Berufsinformationsveranstaltung „KlartexT“ statt, im Rahmen derer Eltern unserer Schulgemeinschaft ihren Werdegang und Beruf vorstellen. Die Veranstaltung trägt einen wichtigen Baustein zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY) bei und richtete sich hauptsächlich an unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, die in diesem Schuljahr ihr BOGY-Praktikum absolvieren werden. Für die Klassen 9 sowie Kursstufe 1 und 2 war die Teilnahme an der Veranstaltung freiwillig möglich.
Das diesjährige Angebot an Vorträgen und Gesprächsrunden war reichlich: Es umfasste eine große Bandbreite an Berufen aus dem medizinischen, sozialen, dem IT- und dem MINT-Bereich. Aber auch Berufe des Fachbereichs BWL bis hin zum Handwerk – es war alles vertreten. Die Jugendlichen konnten die Gesprächsrunden von zwei Referentinnen und Referenten ihrer Wahl besuchen und sich einen genaueren Einblick in das jeweilige Berufsbild verschaffen. Viele nutzen das persönliche Gespräch in der Kleingruppe für individuelle Nachfragen. Der Nachmittag hat unseren Zehntklässlern ihrer Einschätzung zufolge viele neue Informationen gebracht: Sie haben gemerkt, dass hinter den vorgestellten Berufen deutlich mehr steckt, als man zunächst vermuten würde. Den Eltern ist der Nachmittag mit den Zehntklässlern ebenfalls sehr wichtig. Denn sie tragen gerne dazu bei, dass die Jugendlichen auf dem Weg zum Traumberuf die bestmögliche Orientierung bekommen.
Wir bedanken uns herzlich bei den Elternbeirätinnen, Frau Spickermann und Frau Mauser, für die exzellente Organisation der Berufsveranstaltung KlartexT und dem anschließenden Stehempfang. Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Eltern, dank derer wir ein so breites Angebot für den Berufsinfonachmittag aufstellen konnten.
Text: Angela Fock für die Abteilung BOGY
Fotos : MariekeMauser)
Der Sport-Leistungskurs der K1 von Herrn Knapp war Ende Januar fünf Tage im Kleinwalsertal zum Ski-Kurs. Ein sportliches und gesellschaftliches Highlight mit Lernfortschritten auf allen Ebenen.
Die Anreise war schon ein kleines Abenteuer für sich. Wir sind teilweise durch ziemliches Schneegestöber gefahren – eigentlich von einem Schneegestöber direkt ins nächste. Das Wetter hat also mitgespielt, die Deutsche Bahn eher so mittel, denn auf der Hinfahrt gab es Verspätungen. Trotzdem sind wir noch rechtzeitig angekommen und konnten direkt auf die Piste. Herr Roos hat von Anfang an dafür gesorgt, dass alles organisiert ablief, und während der Fahrt wurde natürlich auch viel gegessen – wir hatten alle richtig gute Verpflegung dabei (und Teilen gehört schließlich auch dazu). Den Transport unserer schweren Skisachen hat Herr Knapp übernommen, was die Ankunft deutlich entspannter gemacht hat.
Das Wetter war die meiste Zeit sonnig, nur an einem Tag gab es Nebel – Ski fahren konnten wir aber trotzdem gut, und der Spaß ist auf keinen Fall zu kurz gekommen. Wir waren in drei Gruppen unterwegs: Anfänger, Fortgeschrittene und Profis, sodass jeder auf seinem Level fahren und sich verbessern konnte. Trotz Freizeit und vielen eigenen Fahrten hatten wir natürlich auch Skischule bei unseren Lehrern: bei Herrn Knapp, Herrn Roos, Alessa Grimm, Frau Hohmann und Frau Gluding, die uns viele Tipps gegeben haben. Von den Anfängern konnten fast alle schon am dritten Tag die Kanzelwand-Talabfahrt machen. Ein riesiger Erfolg! Besonders cool war, dass wir oft selbstständig fahren durften, eigene Strecken erkundet haben und auch mal durch den Park fahren konnten.
Damit wir alle während der Skiwoche etwas zu essen bekamen, hatten wir uns in Kochgruppen unterteilt. Obwohl es nicht ganz einfach war, für 22 Personen zu kochen, hatten wir jeden Abend etwas Leckeres auf dem Tisch, auch wenn wir uns manchmal mit der Menge etwas verschätzten.
Aber das Wichtigste war, dass wir durch die Skiwoche als Gruppe so gut zusammengewachsen sind. Nach dem Abendessen saßen wir oft noch gemütlich zusammen, haben uns Skipräsentationen angehört, Pudding gegessen und Spiele gespielt. Viel war jedoch nicht mehr los, da wir alle so fertig und müde vom Skifahren waren und wir jeden Morgen früh mit Gesang von Herrn Roos geweckt wurden.
Vor allem im Nachhinein merkt man so richtig, dass sich das Miteinander sehr verändert hat. Wir haben nicht nur gelernt, Ski zu fahren, sondern auch gut in einer Gruppe zu funktionieren. Insgesamt war es eine Woche mit viel Sonne, viel Schnee, viel Spaß und richtig guter Stimmung – eine Fahrt, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden.
Text: Franka Bappert, Nando Katz, Simon Hoeffler (Kursstufe1), Fotos: Jürgen
Erwartungsvolle Blicke richten sich nach vorn Richtung Bühne – 18.30 Uhr, jeden Moment müsste es losgehen! Doch erst mal geht da gar nichts; zwei Schauspieler sind noch nicht da, das Publikum wird um Geduld und Nachsicht gebeten, die beiden seien mit der Bahn unterwegs. Fragende Blicke: Wird das noch länger dauern? Wann fängt denn dann das Stück an? Oder gehört das etwa schon zum Stück??
Tatsächlich! Schon ist das Publikum mittendrin und vor Ort: am Bahnhof, wo sich viele Wege und noch mehr Erwartungen kreuzen. Eine Obdachlose, Geschäftsfrauen, eine Jugendliche, eine Backpackerin, ein Opa mit seinem Enkel und eine Bahnmitarbeiterin treffen in verschiedenen Szenen aufeinander und kommen – gewollt und ungewollt – ins Gespräch miteinander. Immer schwingen darin ihre Erwartungen mit: an sich selbst und an die anderen; immer wieder wird diese Spielebene unterbrochen und eine persönliche Ebene eingezogen, auf der in autobiografischen Texten auf Erwartungen zurückgeblickt wird und sie neu sortiert oder gar verworfen werden. Bei allen Figuren und Personen scheint durch, dass es oft schon anders kam als gedacht, erhofft und erwartet und es trotzdem weiterging – vielleicht erst mit einem Holpern und auf jeden Fall anders, aber nicht unbedingt schlechter. Erwartungen können enttäuscht werden, ja, aber sollte man deshalb keine mehr haben? Was erwartest du? Nichts? Alles? Warte nicht auf Erwartungen und ihre Erfüllung, mach etwas – gern auch wider alle Erwartung!
Text und Fotos: Carmen Große
Saverne liegt im wunderschönen Elsass – und genau dorthin führte unser alljährlicher Austausch der bilingualen Klassen 7. Eine Woche voller Begegnungen, neuer Erfahrungen und gelebter deutsch-französischer Freundschaft liegt hinter uns!
Die 7er: Erst Frankreich, dann Gegenbesuch in Deutschland
Für unsere Siebtklässler begann das Abenteuer in Frankreich. In Saverne wurden sie herzlich von ihren Austauschpartnern und deren Familien aufgenommen. Neben dem Eintauchen in den französischen Schulalltag nahmen unsere Schülerinnen und Schüler auch an einem Wettbewerb teil – eine tolle Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden und Teamgeist zu beweisen.
Beim Gegenbesuch in Deutschland stand dann ein gemeinsames Projekt im Mittelpunkt. Natürlich durfte dabei ein Stück schwäbische Kultur nicht fehlen:
Käsespätzle kochen – Gemeinsam wurde geschnippelt, gerührt und probiert. So lernten unsere französischen Gäste eine echte schwäbische Spezialität kennen.
Brezelbacken beim Backhaus Zoller – Ein besonderes Highlight war der Besuch beim Backhaus Zoller. Hier durften die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen und erfahren, wie die typische Laugenbrezel entsteht.
Auch das Freizeitprogramm kam nicht zu kurz: Ein gemeinsamer Bowlingabend sorgte für viel Spaß und sportlichen Ehrgeiz. Beim Kinoabend, organisiert von unserer SMV, konnten alle den Tag entspannt ausklingen lassen und die neu geknüpften Freundschaften vertiefen
Die 6er: Erste Begegnungen und kreative Projekte
Für unsere sechsten Klassen war es der erste Kontakt mit ihren französischen Austauschpartnern – entsprechend groß war die Aufregung! Bei gemeinsamen Kennenlerntagen standen das gegenseitige Beschnuppern und gemeinsame Erlebnisse im Vordergrund.
Besonders stolz sind wir auf das entstandene Kunstprojekt: Gemeinsam wurden die bislang grauen Wände unserer Schule kreativ gestaltet und verschönert. So bleibt nicht nur eine Erinnerung im Herzen, sondern auch sichtbar im Schulhaus.
Zusätzlich gestalteten die Schülerinnen und Schüler kleine bemalte Mäppchen, die unsere französischen Gäste als persönliches Andenken mit nach Hause nehmen konnten – ein Symbol für die neu entstandenen Freundschaften. Beim gemeinsamen Bowling-Abend konnten sie sich auch noch sportlich betätigen. Die 6er freuen sich schon jetzt auf ihre Drittortbegegnung im April und auf ein baldiges Wiedersehen mit ihren neu gewonnenen Freunden.
Mehr als ein Austausch
Der Austausch mit unserer Partnerschule in Saverne zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll direkte Begegnungen sind. Sprache wird lebendig, kulturelle Unterschiede werden greifbar – und am Ende merkt man: Es gibt viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.
Wir danken allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen, der SMV sowie den Gastfamilien für ihr Engagement – und freuen uns schon jetzt auf das nächste deutsch-französische Abenteuer!
Text: Annemarie Sturm
Fotos: Angela Fock, Annemarie Sturm
Im Rahmen des Abibac-Zuges am Theodor-Heuss-Gymnasium Esslingen durften wir vom 11. bis 24. Januar unsere Partnerschule aus Grenoble in Esslingen begrüßen. Insgesamt nahmen 42 Schülerinnen und Schüler der bilingualen Klassen 10 und der Kursstufe 1 aus Esslingen und Grenoble am Austausch teil.
Am Sonntag, den 11. Januar, kamen unsere französischen Gäste am Nachmittag an und wurden herzlich von ihren deutschen Gastfamilien empfangen. Damit begann eine intensive, bereichernde und freundschaftliche Begegnung, die ganz im Zeichen Europas stand.
Projektarbeit: „75 Jahre – Deine Rechte, deine Stimme!“
Die erste Woche war der gemeinsamen Projektarbeit gewidmet. Thema war „75 Jahre – Deine Rechte, deine Stimme!“, ein Beitrag zum Europäischen Wettbewerb anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Europäischen Menschenrechtskonvention im Jahr 2025.
Der Montag startete mit Kennenlernspielen für die neuen Austauschpartnerinnen und -partner der 10. Klasse. Bei einem von den Schülerinnen und Schülern selbst organisierten Crêpe-Frühstück konnten erste Kontakte geknüpft werden. Anschließend erhielten beide Jahrgangsstufen eine Einführung in die Arbeit des Europarats und in die Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention.
Am Dienstag erkundeten die deutsch-französischen Teams bei einem digitalen Stadtquiz die Esslinger Altstadt. Mithilfe einer App beantworteten sie Fragen zur Geschichte Esslingens – eine spannende Möglichkeit, die Stadt gemeinsam zu entdecken.
Ein besonderes Highlight folgte am Mittwoch: Ein vierstündiger Slam-Workshop im Jugendhaus Mitte in Stuttgart unter der Leitung der professionellen Slamer Nikita Gorbunov und Marius Loy. Durch verschiedene Schreib- und Bühnenübungen entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Gefühl für Sprache, Ausdruck und Performance. Viele berichteten später, wie sehr ihnen dieser Perspektivwechsel „außerhalb der Schule“ gefallen habe und wie wichtig es gewesen sei, ein echtes Gefühl für die Bühne zu bekommen.
Noch am selben Abend begannen gemischte Gruppen – meist zwei Deutsche und zwei Franzosen – mit dem Schreiben ihrer zweisprachigen Slam-Texte. Die besondere Herausforderung: Die deutschen Schülerinnen und Schüler schrieben auf Französisch, die französischen auf Deutsch. Gegenseitig unterstützte man sich bei Wortschatz, Grammatik und Ausdruck. Die Themen waren vielfältig: Freiheit, Frauenrechte, Recht auf Bildung, Diskriminierung und viele weitere Aspekte der Menschenrechte. Dabei zeigte sich schnell: Gemeinsam zu schreiben war „gar nicht so schwer wie zuerst gedacht“.
Am Donnerstag besuchten die französischen Gäste das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart und probierten anschließend regionale Spezialitäten wie Maultaschen und Käsespätzle. Auch kulinarisch fand ein reger Austausch statt – von Esslinger Maultaschen bis zu „pâté en croûte“, Nüssen und Nussöl aus der Region Grenoble.
Der Freitag stand erneut im Zeichen der Textarbeit, bevor am Abend beim traditionellen „Snow-Ball“ an unserer Schule gemeinsam gefeiert wurde – mit reger französischer Beteiligung.
Das Wochenende verbrachten die Austauschschülerinnen und -schüler in ihren Gastfamilien. Viele nutzten die Zeit für Ausflüge, gemeinsame Aktivitäten und lange Gespräche über Zukunftspläne sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Frankreich. Schnell entstanden enge Kontakte – einige berichteten, wie gut sie sich verstanden hätten und wie anpassungsfähig und offen ihre Austauschpartnerinnen und -partner gewesen seien. Auch eigenständige Treffen in der Stadt wurden organisiert.
Zweite Woche: Euro-Bogy-Praktikum
In der zweiten Woche absolvierten die französischen Schülerinnen und Schüler im Rahmen von „Euro-Bogy“ Praktika in verschiedenen Betrieben der Region – unter anderem bei Festo, im Klinikum, bei einem Chirurgen, in verschiedenen Bäckereien, bei einem Steinmetz oder in einer Fahrradwerkstatt. Währenddessen nahmen die deutschen Schülerinnen und Schüler regulär am Unterricht teil.
Ein herzlicher Dank gilt allen Familien und Beteiligten, die bei der Suche nach Praktikumsplätzen unterstützt haben!
Der große Slam-Abend
Am 23. Januar fand der feierliche Abschlussabend mit dem lang erwarteten Slam-Wettbewerb statt. Vor voll besetzter Aula präsentierten zehn deutsch-französische Gruppen ihre beeindruckenden zweisprachigen Texte zu Themen rund um die Europäische Menschenrechtskonvention. Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen sorgten für eine großartige Atmosphäre und unterstützten die Teilnehmenden mit begeistertem Applaus. Die Jury – bestehend aus Lehrerinnen und Müttern – hatte es angesichts der hohen Qualität aller Beiträge alles andere als leicht, die Gewinnergruppen zu küren.
Charmant und souverän führten Konrad und Sarah aus der 10c durch das abwechslungsreiche Programm und bewiesen dabei echtes Moderationstalent.
Für den musikalischen Rahmen sorgten ebenfalls Schülerinnen und Schüler: Lev (10c) begeisterte am Klavier mit zwei Stücken, darunter der mitreißende Rock-’n’-Roll-Klassiker Great Balls of Fire, der den Saal regelrecht zum Schwingen brachte. Außerdem trat ein Trio aus der Kursstufe 1 auf – Penélope (Gesang), Marlon (Gitarre) und Yves (Drum-Box) – und rundete den Abend musikalisch eindrucksvoll ab.
Am Ende setzte sich die Gruppe aus der K1/première mit Yorrik, Benedikt, Ashot und Eugène und ihrem Text „Freiheit“ durch und belegte den ersten Platz. Den zweiten Platz erreichte die Gruppe aus der 10c/seconde mit Amelie, Jule, Eglantine und Juliette mit „La réalité oubliée“ zum Thema Frauenrechte. Der dritte Platz ging an die K1/première-Gruppe mit Elena, Sara, Hannah und Lisa mit ihrem Text „L'Europe c'est nous!“.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie kreativ, engagiert und sprachlich sicher unsere Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Fremdsprache auftreten können – und bildete einen würdigen und emotionalen Abschluss dieser intensiven zwei Wochen.
Nachhaltige Eindrücke und Ausblick
Diese deutsch-französische Begegnung hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind. Sprachkenntnisse wurden nicht nur im Projekt, sondern auch im Alltag und in den Familien intensiv angewendet und verbessert. Viele Freundschaften sind entstanden – und über soziale Medien bleibt man weiterhin in Kontakt.
Die Vorfreude auf den Rücktausch ist bereits groß: Ende Januar nächsten Jahres werden unsere Schülerinnen und Schüler ihre „Corres“ in Grenoble wiedersehen.
Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Schülerinnen und Schüler, Familien sowie Kolleginnen und Kollegen, die diesen Austausch zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben!
Text: Marion Bauche und Angela Fock
Fotos: Marion Bauche, Angela Fock und Thomas Szücs
Der Sport-Leistungskurs der K1 von Herrn Knapp war Ende Januar fünf Tage im Kleinwalsertal zum Ski-Kurs. Ein sportliches und gesellschaftliches Highlight mit Lernfortschritten auf allen Ebenen.
Die Anreise war schon ein kleines Abenteuer für sich. Wir sind teilweise durch ziemliches Schneegestöber gefahren – eigentlich von einem Schneegestöber direkt ins nächste. Das Wetter hat also mitgespielt, die Deutsche Bahn eher so mittel, denn auf der Hinfahrt gab es Verspätungen. Trotzdem sind wir noch rechtzeitig angekommen und konnten direkt auf die Piste. Herr Roos hat von Anfang an dafür gesorgt, dass alles organisiert ablief, und während der Fahrt wurde natürlich auch viel gegessen – wir hatten alle richtig gute Verpflegung dabei (und Teilen gehört schließlich auch dazu). Den Transport unserer schweren Skisachen hat Herr Knapp übernommen, was die Ankunft deutlich entspannter gemacht hat.
Das Wetter war die meiste Zeit sonnig, nur an einem Tag gab es Nebel – Ski fahren konnten wir aber trotzdem gut, und der Spaß ist auf keinen Fall zu kurz gekommen. Wir waren in drei Gruppen unterwegs: Anfänger, Fortgeschrittene und Profis, sodass jeder auf seinem Level fahren und sich verbessern konnte. Trotz Freizeit und vielen eigenen Fahrten hatten wir natürlich auch Skischule bei unseren Lehrern: bei Herrn Knapp, Herrn Roos, Alessa Grimm, Frau Hohmann und Frau Gluding, die uns viele Tipps gegeben haben. Von den Anfängern konnten fast alle schon am dritten Tag die Kanzelwand-Talabfahrt machen. Ein riesiger Erfolg! Besonders cool war, dass wir oft selbstständig fahren durften, eigene Strecken erkundet haben und auch mal durch den Park fahren konnten.
Damit wir alle während der Skiwoche etwas zu essen bekamen, hatten wir uns in Kochgruppen unterteilt. Obwohl es nicht ganz einfach war, für 22 Personen zu kochen, hatten wir jeden Abend etwas Leckeres auf dem Tisch, auch wenn wir uns manchmal mit der Menge etwas verschätzten.
Aber das Wichtigste war, dass wir durch die Skiwoche als Gruppe so gut zusammengewachsen sind. Nach dem Abendessen saßen wir oft noch gemütlich zusammen, haben uns Skipräsentationen angehört, Pudding gegessen und Spiele gespielt. Viel war jedoch nicht mehr los, da wir alle so fertig und müde vom Skifahren waren und wir jeden Morgen früh mit Gesang von Herrn Roos geweckt wurden.
Vor allem im Nachhinein merkt man so richtig, dass sich das Miteinander sehr verändert hat. Wir haben nicht nur gelernt, Ski zu fahren, sondern auch gut in einer Gruppe zu funktionieren. Insgesamt war es eine Woche mit viel Sonne, viel Schnee, viel Spaß und richtig guter Stimmung – eine Fahrt, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden.
Text: Franka Bappert, Nando Katz, Simon Hoeffler (Kursstufe1), Fotos: Jürgen
Ganze 37 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 haben kurz vor den Faschingsferien ihre französischen Sprachdiplome in der Variante DELF scolaire intégré B1 im Empfang nehmen dürfen. Mit diesem weltweit anerkannten Diplom, das vom französischen Bildungsministerium ausgestellt wird, kann man z.B. seine Bewerbungsmappe aufwerten und auch anderweitig seine Sprachkenntnisse nachweisen.
Sehr erfreulich ist, dass alle Kandidatinnen und Kandidaten bestanden haben und stolz auf ihre guten Ergebnisse sein können. Unsere erfolgreichen Schülerinnen und Schüler haben weit mehr gelernt als sich auf Französisch zu verständigen; sie werden dank der Prüfungserfahrung künftige Herausforderungen sicherlich positiver und gelassener angehen.
Félicitations et un grand bravo à vous tous!
vos professeurs de français
Text: Fachschaft Französisch
Foto: Thomas Szücs
Das THG hat ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt. Seit Ende Januar 2026 ist es öffentlich, alle sind informiert: wir wollen einander schützen vor jeglichem Übergriff auf unsere Person, auf unseren Körper, auf unser Selbstwertgefühl, auf das, was unsre Sexualität und damit unsere Identität ausmacht.
Vor drei Jahren haben wir uns - einige Kolleginnen und Kollegen, unsere Schulsozialarbeiterin sowie engagierte Mütter und Schülerinnen – auf den Weg gemacht, um das THG zu einem immer sichereren Ort zu machen, an dem ein respektvolles und angstfreies Miteinander möglich ist. Das Schutzkonzept mit seinen Bausteinen Intervention und Prävention begleitet uns auf dem Weg dahin.
Am 2. Februar 2026 in der großen Pause feierten wir als gesamte Schulgemeinschaft die Fertigstellung und nun folgende Umsetzung der Inhalte des Schutzkonzepts: vom Kammerchor musikalisch umrahmt wurde unser symbolisches Kunstwerk für das Schutzkonzept enthüllt. Mit unseren Unterschriften haben wir erklärt, wir sind dabei: dabei gegen Respektlosigkeit, Diskriminierung, gegen jegliche Form von Gewalt! Dabei, hinzusehen, hinzuhören, einzugreifen! Dabei, wenn andere unsere Hilfe benötigen! Dabei, wenn andere sich auf uns verlassen und wir uns auf sie!
Herzlicher DANK an alle, die schon lange dabei sind, die sich engagiert haben und ausdauernd und aktiv drangeblieben sind, damit wir diesen wichtigen Aspekt zum Schulleben ergänzen konnten. Wir können stolz auf uns sein, dass wir als eines der ersten Gymnasien im Stuttgarter Raum klar zeigen, dass Schule ein Schutz- und Kompetenzraum gegen sexualisierte Gewalt ist.
Für die Steuergruppe Schutzkonzept Sabrina Winter und Gesine Enenkel
Wie kann die Erinnerung wachgehalten werden? Wie kann das gelingen, wenn es bald keine Zeitzeugen, sondern nur noch Überlieferungen gibt? Es kann gelingen, wenn verstanden wird, dass es mehr als Dokumentation braucht. Es braucht Menschen, die die Überlieferung von Zeitzeugen der NS-Zeit in und mit ihrem Herzen weitertragen, die sich der Dokumente annehmen, zu Anwälten dafür werden und sich stark machen dafür, dass diese Papiere nicht in Bibliotheken und Archiven bleiben, sondern eine Stimme bekommen, die sie zu Gehör bringt.
Und genau das macht ein Abend wie der am 27. Januar in der Stadtkirche St. Dionys möglich. In verschiedenen Grußworten wurden diese Gedanken angedacht, ganz konkret wurden sie im Vortrag „Abgeurteilt – und einer möglichen Elternschaft beraubt. Opfer der Zwangssterilisierung – auch in Esslingen“ von Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt und in der von Schüler*innen des Georgii-Gymnasiums gestalteten Lesung, die Rosine S., ein Opfer von Zwangssterilisierung, zu Wort und Bild kommen ließ. Sehr passend ausgewählte und vom THG-Orchester mit viel Feingefühl gespielte Musikstücke zwischen den Beiträgen ermöglichten dem Publikum, dem Gehörten nachzugehen, es in sich aufzunehmen und im Herzen zu bewegen.
So entsteht aus dem Zusammenspiel von Worten, Bildern und Musik, in der Gemeinschaft von Vortragenden, Spielenden und Zuhörenden Erinnern und Gedenken – und daraus erwächst Verantwortung dafür, dass kein Vergessen und kein Verharmlosen sich breit machen kann.
Text und Fotos: Carmen Große
Am 15.01.2026 durften wir, die beiden Wirtschafts-LKs (K1/K2), eine Exkursion zum Unternehmen ADS-TEC Energy machen. Dort konnten wir tiefergehende Einblicke in die Unternehmensstruktur und die Marketingstrategien bekommen.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Nürtingen und ist aus einem Familienunternehmen hervorgegangen. Stabakkus für die dazugehörigen KFZ-Diagnosegeräte bildeten die Grundlage der Firma. 2010 startete die Firma mit dem Stationären Battery-Business, woraus 2018 die ADS-TEC Energy als eigenständige Firma ausgegründet wurde und den Focus auf Batteriespeicher und batteriegestützte Schnellladesysteme legte.
Heute beschäftigt sich die Firma ADS-TEC Energy mit der Speicherung von Strom, insbesondere im Hinblick auf den wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien. Diese können nicht auf Abruf produziert werden und müssen deshalb gespeichert und jederzeit zur Verfügung gestellt werden können. Um diesem Problem entgegenzuwirken, baut ADS-TEC Energy Stromspeicher und verwendet dabei LFP-Batterien, die per eigens entwickelter Software gesteuert werden und auf Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt reagieren können. Da es auf dem Markt zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Preise für Strom gibt, lässt sich mit diesem System sogar Geld verdienen.
Des Weiteren ist die Firma Marktführer im Bereich der Ladesäulen mit integriertem Stromspeicher. Diese HPC-Ladesäulen mit bis zu 300 KW Ausgangsleistung können an das
Niederspannungsnetz anstatt an das sonst übliche Mittelspannungsnetz angeschlossen werden und benötigen deshalb keinen Trafo. Die ca. 150 KWh große Batterie liefert die Leistung für das High-Power-Charging und wird stetig langsam aufgeladen, sodass dieses System perfekt für Orte mit moderater Ladefrequenz ist. Außerdem kann auch hier der Strom aus der Batterie wieder auf dem Strommarkt verkauft werden und es ist möglich, auf zwei über 70 Zoll großen Displays Werbung anzuzeigen, ähnlich einer Litfaßsäule. Besonders spannend war der Moment, als wir ein solches System ganz aus der Nähe (und sogar von innen) betrachten konnten.
Wir bekamen einen Einblick über die Entwicklung von erneuerbaren Energien bisher und wie sich das Marktumfeld in der Zukunft weiterentwickeln wird. Darüber hinaus ging es um die Herausforderungen und Chancen in diesem Wirtschaftszweig. Das Unternehmen produziert trotz hoher Sicherheitsanforderungen systemrelevante Teile in Deutschland und verfolgt konsequent und bewusst diese Strategie, weil sie großen Wert auf hohe Qualität legen und unabhängig von geopolitischen Konflikten produzieren wollen. Interessant war dabei, die bereits bekannten Marketing-Strategien und Modelle hier praktisch angewandt zu sehen.
Wir bedanken uns für den freundlichen Empfang und freuen uns sehr, dass das Unternehmen sich die Zeit genommen hat, uns die Besonderheiten des Betriebes vorzustellen und unsere Fragen zu den Produkten, zur Elektromobilität und Energiewende zu beantworten.
Die beiden Leistungsfächer Wirtschaft K1 und K2
Hell strahlt der große Weihnachtsbaum im THG-Foyer, Waffelduft liegt in der Luft – kleine und große Gäste strömen herein und suchen sich einen Platz im Eingangsbereich und auf den Treppen: Das große Wandelkonzert der THG-Musikzüge 5-7 beginnt!
Ein jahrgangsübergreifendes Orchester hieß das Publikum herzlich willkommen und sorgte vom ersten Ton an für gute Stimmung. Danach verteilten sich die Gäste im Haus: In der Aula erwarteten sie die Schülerinnen und Schüler des Musikvorprofils aus der Klasse 5, im Theaterraum freuten sich die Musikzug-6er auf Besuch und im Musikraum begrüßten die 7er ihre Zuhörerschaft. Während die 5er unter anderem eine tolle Bodypercussion präsentierten, führten die 6er das Minimusical „Der Weihnachtsgast“ auf und die 7er luden zum Mitsingen bekannter Weihnachtslieder ein, wobei sie selbst den Chor dirigierten – alles für jeweils eine Viertelstunde, dann gab es eine kleine Pause, in der das Publikum zur nächsten musikalischen Aufführung spazieren und so nacheinander allen Darbietungen lauschen konnte, ein echtes Wandelkonzert eben! Unterwegs konnten die Gäste einen Abstecher zum Bili-Französisch-Raum machen und bei einem Weihnachtsquiz mitmachen, bei der Keramik-AG einen hübschen Anhänger erwerben oder sich bei frisch gebackenen Waffeln oder Crêpes stärken.
Zum Abschluss tanzte der Weihnachtsmann Rumba im THG-Foyer – der Unterstufenchor der Klassen 5-6 machte das möglich! Und das begeisterte Publikum tanzte und klatschte mit!
Frohe Weihnachten wünscht die Schulgemeinschaft des THG!
Text und Fotos: Carmen Große
Am Freitag, 21.11.2025 durften wir Herrn Generalkonsul Monsieur de Maisonneuve
als Gast am THG begrüßen. Ein kleines Musikstück vom Sinfonieorchester bildete den Auftakt zum gemeinsamen Nachmittag, bei dem der Generalkonsul aktuelle Einblicke in die Weiterentwicklung des Bili-Zugs bekommen konnte. Darüber hinaus war es für ihn eine wunderbare Gelegenheit, Herrn Arnold, den neuen Schulleiter am THG, kennenzulernen.
Es waren Schülerinnen und Schüler von Klasse 7 bis Kursstufe 2 vertreten. Einige von ihnen haben Herrn De Maisonneuve schon öfter getroffen, da das THG seit seinem Amtsantritt einen regen Austausch mit dem Generalkonsul pflegt.
Mit großem Interesse erkundigten sich die Schülerinnen und Schüler über den Werdegang von Herrn de Maisonneuve, über sein Studium und seine Laufbahn als Diplomat sowie seine vielfältigen Aufgaben im Ausland. Da einige der Jugendlichen später vorhaben, selbst im Ausland zu studieren oder zu arbeiten, fanden sie es sehr spannend, von den Erfahrungen auf unterschiedlichen Kontinenten zu hören. Herr de Maisonneuve wiederum fand es sehr schön zu erfahren, dass die Schülerinnen und Schüler so gerne Französisch lernen, beispielsweise durch die Begegnungen mit den Jugendlichen aus Saverne und Grenoble.
Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen danken für die offene und familiäre Atmosphäre an diesem Nachmittag.
Text: Marion Bauche und Angela Fock, Foto: Anne-Claire Hohmann
Vom 26. bis 28.11.2025 durfte ich gemeinsam mit 40 anderen Schüler*innen aus ganz Baden-Württemberg und dem Elsass in Niederbronn-les-Bains am Einführungsseminar der neuen deutsch-französischen Schülerbotschaftern teilnehmen und das THG vertreten. Dort wurden wir auf unsere Aufgaben vorbereitet, an unserer Schule für Französisch und die deutsch-französische Zusammenarbeit zu werben und Vorurteile abzubauen.
Nach ersten Kennenlernspielen und einem netten ersten Abend erhielten wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück Einblicke in das dfSB-Netzwerk und besuchten später den Soldatenfriedhof, um uns mit der gemeinsamen Geschichte beider Länder auseinanderzusetzen. Auch war eine Ehemalige zu Gast, die uns von ihren Erfahrungen berichtete und Tipps für die Umsetzung unserer Projekte gab. In deutsch-französischen Teams arbeiteten wir anschließend an Biografien wichtiger Persönlichkeiten für die deutsch-französische Freundschaft und sammelten und planten außerdem Ideen für kreative Schulaktionen, wie zum Beispiel kleine Ausstellungen, Rätsel, Werbung für Austauschprogramme oder Filme.
Neben den Arbeitsphasen waren wir am zweiten Abend gemeinsam in der Altstadt von Niederbronn-les-bains, spielten Spiele und hatten eine schöne und bedeutende Zeit. So wuchs die Gruppe zusammen und es wurden Freundschaften geknüpft, sowohl mit den deutschen als auch französischen Schülerbotschafter*innen.
Text und Fotos: Amelie Thym, Klasse 10c
CHRISTIAN MORGENSTERN
Der Lattenzaun
Es war einmal ein Lattenzaun,
mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
Ein Architekt, der dieses sah,
stand eines Abends plötzlich da –
und nahm den Zwischenraum heraus
und baute draus ein großes Haus.
Der Zaun indessen stand ganz dumm
mit Latten ohne was herum,
ein Anblick gräßlich und gemein.
Drum zog ihn der Senat auch ein.
Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri – od – Ameriko.
Aus: Gedichte für Kinder. Zum Lesen und Vorlesen. Ausgewählt von Günter Stolzenberger. Mit farbigen Illustrationen von Claudia Weikert. Frankfurt am Main 2004, Seite 117.
Mit einem Lächeln im Gesicht und einem Stift quer im Mund tragen die Siebtklässler*innen sich gegenseitig das Gedicht von Christian Morgenstern vor – und stellen fest: Trägt man danach das Gedicht noch einmal vor, aber ohne Stift im Mund, klappt es mit dem deutlichen Sprechen viel besser! Und das ist nur eine Erkenntnis, die die Schüler*innen an diesem Tag von ihrem Rhetorik-Training mitnehmen.
Während sich die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 und 2 beim Studientag an den Universitäten und Hochschulen im Land Studiengänge ihrer Wahl anschauen und Hörsaalluft schnuppern, findet für die Klassen 5 – 10 am THG der Methodentag statt.
Ohne Pausengong und von Lehrkräfte-Teams begleitet, gestaltet sich an diesem Tag der Schulvormittag ganz anders als sonst: In Klasse 5 geht es um das Thema „Lernen lernen“ und die Fragen: Welcher Lerntyp bin ich eigentlich? Wie kann ich mir was gut merken? Wie gehe ich also beim Lernen am besten vor? Die Sechstklässler*innen befassen sich unter dem Motto „Ran an den Text“ intensiv mit Methoden der Texterschließung, während für Klasse 7 ein Rhetorik-Training auf dem Programm steht. Wie gestaltet man eigentlich übersichtlich und ansprechend ein Plakat? – Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 ausführlich und haben dabei gleich die Gelegenheit, die kurz zuvor bei der Exkursion zur Experimenta gemachten Fotos zu be- und verarbeiten und dabei in Erinnerungen an die in Heilbronn selbst durchgeführten Experimente zu schwelgen. Einen Kurzvortrag vor einer Gruppe zu halten, ist die Aufgabe für Klasse 9; die Zehntklässler*innen nehmen multimodale Texte besonders unter die Lupe und gestalten selbst verschiedene Formate dazu. Die Schüler*innen der VKL-Klassen besuchen die Stadtbücherei in Esslingen und werden in die Möglichkeiten eingeführt, sich Bücher und andere Medien auszuleihen oder sie gleich vor Ort genauer unter die Lupe zu nehmen.
Das ein oder andere Produkt schmückt seit dem Methodentag Klassenzimmer und Fachräume und wird beim Tag der offenen Tür zu sehen sein; im Schulalltag werden die Fähigkeiten weiter trainiert – und neue kommen hinzu.
Text und Fotos: Carmen Große
„21.000€!“ – Im großen Jubel der THG-Schulgemeinschaft ging die Zahl fast unter, deshalb noch einmal: 21000€ - so viel Geld ist beim ersten THG-Berglauf vor den Sommerferien zusammen-gekommen. Was für ein riesiger Erfolg!
Die SMV hatte im Juli die ganze Schule mobil gemacht: Egal, ob langsam oder schnell, im gemütlichen Lauf- oder flotten Renntempo, alle Jahrgangsstufen drehten bergauf, bergab ihre Runden ums THG. Und ihre Sponsoren hielten Wort und überwiesen das in Aussicht gestellte Geld, das nun vor der ver-sammelten Schulgemeinschaft übergeben wurde: an den Verein Wildwasser e.V., an den Sozialfond des THG und an die SMV. Schulleiter Frank Arnold zeigte sich überwältigt: „Was ihr da auf die Beine gestellt habt, ist einfach toll! Ihr zeigt, was möglich ist, wenn sich alle zusammen auf einen gemeinsamen Weg machen!“
Ein großes DANKESCHÖN an die SMV für die Organisation, an alle Läuferinnen und Läufer und alle Sponsorinnen und Sponsoren!
Text und Fotos: Carmen Große
Das LF Musik durfte all dies erschnuppern, hören, schmecken: Freitag nach der Schule ging es
los mit dem Zug nach Wien, direkt ins Hotel „Sissi“. Dank der günstigen Lage nahe der U-Bahn
konnten die Mitreisenden gleich am ersten Abend die adventlich beleuchtete Hauptstadt
Österreichs, die Stadt der Musik erkunden. Unser Programm bis zur Abreise am Dienstag war
vielseitig und schwungvoll: der engagierte Stadtführer zeigte und erklärte uns Wiens
historisches Erbe, sehenswerte Pracht-Bauten, aber auch das eindrucksvolle Denkmal für die
Opfer des NS-Regimes. Musik und Kunst waren natürlich Schwerpunkte unseres Programms:
wir besuchten das Schubert-Geburtshaus und duften zwei Musikerinnen aus China lauschen,
die nach virtuosem Vortrag europäischer Musik (Schubert und Brahms) ihr kulturelles Erbe als
Zugabe ergänzten – ein eindrucksvoller Kontrast und ein hörenswerter Beleg für die
Universalität der Musik.
Im „Haus der Musik“ dirigierte Herr Hiddeßen souverän die Wiener Philharmoniker. Gulliver
nahm uns im legendären Burgtheater mit auf seine fantastischen Reisen und zeigte uns
unterhaltsam, dass groß und klein lediglich eine Frage der Relation sind. Stilvoll ging es zu im
Bechstein-Haus, wo Studierende des Gesangs stimmlich den Raum füllten mit ganz
unterschiedlichen Kompositionen und sehr persönlicher Interpretation der Lieder u.a. von
Strauss, Schubert und Mendelssohn. Alternativ unterhielt Verdis Fallstaff in der gigantischen
Staatsoper unsere Leute auf ihren Stehplätzen. In der Volksoper beeindruckte in DER Wiener
Operette „Fledermaus“ von Johann Strauss Graf Orlofsky stimmlich und besonders mit der
Menschlichkeit seiner Rolle. Dass auf dem Wiener Zentralfriedhof Berühmtheiten neben
Menschen aller Nationen und Religionen ruhen, machte uns weiter das gemeinsam
Menschliche deutlich. Erleichtert wurden unsere vielfältigen Touren und Erlebnisse durch
typisch österreichische, kulinarische Energiespender wie Kaiserschmarrn, Würstel mit Kren,
Grammelknödeln und vieles mehr. Herzlichen Dank an Herrn Hiddeßen für die prima Planung
und Begleitung (hier auch an Frau Enenkel), den Schülerinnen und Schülern für ihr großes
Interesse, ihre Aufgeschlossenheit und ihre Zuverlässigkeit.
Text: Gesine Enenkel, Fotos: Dirk Hiddeßen
Der Gemeinschaftskunde-LK und die Bilis der K1/K2 hatten vom 15. bis zum 19. November 2025 die Möglichkeit, an einer fünftägigen Studienfahrt nach Brüssel teilzunehmen. Eine Fahrt mit interessanten und intensiven Einblicken in die „heimliche“ Hauptstadt Europas – und einem spannenden Podiumsgespräch mit der baden-württembergischen Kultusministerin Theresa Schopper.
Ein bisschen können wir jetzt wahrscheinlich mitfühlen mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die ständig unterwegs sind: einmal Brüssel und zurück, dazwischen ein volles Programm mit Gesprächen, Podiumsdiskussionen und Besuchen in den verschiedensten Institutionen im Zusammenhang mit der EU – intensiver kann das Programm eines Europa-Abgeordneten eigentlich auch nicht sein.
Unser Programm startete am Sonntag mit einer Stadtführung. Dazu teilten wir uns in zwei Gruppen auf, eine Gruppe machte einen kurzen Stadtrundgang und ging danach ins Haus der europäischen Geschichte, während die andere Gruppe eine ausführlichere Stadtführung bekam. Danach trafen wir uns wieder, um gemeinsam ins Parlamentarium, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, zu gehen. In der Ausstellung dort erfuhren wir viel über die Entstehung der EU und die vielen Vorteile, die diese für die EU-Bürger*innen mit sich bringt.
Am Montag waren wir zu Besuch in der Landesvertretung Baden-Württembergs. Dort hielt die Stabstellenleiterin des Kultusministeriums Ingrid Taschek einen Vortrag über die Aufgaben der Landesvertretung und führte uns durchs Haus. Anschließend folgte die erste von vier Podiumsdiskussionen. Zu Gast waren Sabrina Fritz vom ARD-Hörfunk und Christoph Schiltz von der Welt. Das Gespräch war sehr spannend, da beide öfters unterschiedlicher Meinung waren. Es ging dabei nicht nur um die Arbeit von Journalist*innen, sondern auch um aktuelle politische Debatten. Am Ende durften alle Schüler*innen Fragen stellen.
Nach der Mittagspause fand das zweite Interview statt, diesmal mit Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper. Sie erzählte von ihrem politischen Werdegang, sprach von der Schule der Zukunft und von der Wichtigkeit von Sport. Auch hier hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, selber Fragen zu stellen. Und sie lernten eine sehr nahbare Ministerin kennen, die auch persönliche Fragen direkt und ehrlich beantwortete. Alle Podiumsgespräche auf dieser Studienfahrt wurden übrigens von Schüler*innen vorbereitet und dann auch geleitet.
Der Dienstag war ebenfalls vollgepackt mit interessanten Programmpunkten. Zuerst waren wir noch einmal in der Baden-Württembergischen Landesvertretung, wo eine Diskussion mit dem Leiter des Brüsseler Büros des Verbands der Deutschen Automobilindustrie, Mitja Schulz, stattfand. In dem Gespräch ging es viel um E-Mobilität, Technologieoffenheit und auch um Lobbyismus im Allgemeinen.
Nachmittags waren wir im EU-Parlament. Nach einem kurzen Infovortrag kam unser letztes Gespräch mit dem Abgeordneten Norbert Lins (CDU), der die erkrankte Andrea Wechsler vertrat. Er berichtete von der Arbeit in verschiedenen Ausschüssen wie z.B. Klima und Verkehr. Anschließend durften wir noch in den Plenarsaal des Parlaments, wo wir etwas mehr über die Sitzungen und Abstimmungen erfuhren. Frau Wirtz vom Besucherdienst des EU-Parlaments, die uns im hohen Haus herumgeführt hatte, lobte uns sehr. Sie sagte, wir seien die am besten vorbereitete und informierte Schulklasse, die sie je hatte!
Nach all der Politik kam auch die Kultur nicht zu kurz. Am Abend ging eine Gruppe mit Frau Bauche und Frau Fock ins Théâtre Royal des Galéries, um sich das Stück "Glenn - naissance d'un prodige" anzusehen, während Herr Roos mit der anderen Gruppe bei einer Jam-Session in einem Jazz-Club war.
Am nächsten Morgen machte uns das nasskalte Regenwetter den Abschied etwas leichter. Die Zeit in Brüssel war aber wirklich sehr schön! Wir haben viel über die EU gelernt und besonders die Podiumsgespräche waren eine tolle Möglichkeit, aus verschiedenen Perspektiven mehr über Politik im weiteren Sinne zu erfahren. Deshalb geht an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Frau Bauche, Frau Fock und Herrn Roos, die für uns diese besondere Reise organisiert und geleitet haben!
Ein großes Dankeschön gilt abschließend auch der Europa-Abgeordneten Andrea Wechsler, die uns nach Brüssel eingeladen und diese Fahrt mit einer namhaften Summe bezuschusst hat. Des Weiteren haben wir als neu ausgezeichnete Europaschule Fördergelder des Kultusministeriums über das Europa-Zentrum Baden-Württemberg erhalten - auch dafür vielen Dank.
Zur Ergänzung einige „Live-Eindrücke“ von Teilnehmer*innen:
Delila: Besonders spannend fand ich, dass wir ein so genaues Bild vom Europaparlament bekommen haben. Meine persönlichen Highlights waren die Journalisten und der Lobbyist, vielleicht weil es so persönlich und direkt war. Durch die Studienfahrt haben wir viel gelernt und hatten zudem viel Spaß in Brüssel. Die Fahrt hat uns als Stufe sehr verbunden. Es war ein neues Gefühl, aber trotzdem schön. Vielen Dank!
Mattes: Die Gespräche mit dem dem Auto-Lobbyisten und der Kultusministerin fand ich sehr informativ und bereichernd. Dagegen hat man beim Besuch im EU-Parlament nicht viel Neues gelernt. Die Antworten des Politikers waren vorhersehbar. Trotzdem gut, dass wir mal im Parlamentsgebäude waren. Gut gefallen hat mir das Hotel, insbesondere die Lage am Gare du Midi. Auch die Verteilung von Freizeit und Programm war genau richtig. Dazu zählt auch, dass wir unsere Abende selbst gestalten durften.
Pauline: Die Studienfahrt nach Brüssel war für uns eine rundum bereichernde Erfahrung, die politische Einblicke, kulturelle Erlebnisse und viele persönliche Highlights vereinte. Mein persönliches Highlight war ein sehr lebendiges Gespräch mit den Journalisten in der Landesvertretung Baden-Württemberg, das uns die Dynamiken europäischer Politik und Medienarbeit greifbar nahe brachte. Ein weiterer Höhepunkt war das Gespräch mit Kultusministerin Theresa Schopper, das für uns eine seltene Gelegenheit bot, Bildungspolitik aus erster Hand zu reflektieren. Insgesamt war diese Fahrt eine intensive, spannende und nachhaltig prägende Erfahrung, die uns Brüssel als Herz Europas wirklich näher gebracht hat.
Arda: Meine Zeit in Brüssel hat mir wirklich gefallen. Wir hatten ein spannendes und gut organisiertes Programm, das durch interessante Gespräche und Interviews ergänzt wurde. Besonders interessant war, dass wir viel über die EU und ihre Arbeit erfahren haben. Zudem konnten wir die Stadt gut kennenlernen und viele neue Eindrücke gewinnen. Insgesamt war die Fahrt eine wertvolle Erfahrung, an die ich mich gerne erinnern werde.
Laura: Für mich war die Brüssel-Fahrt super und ich konnte mir ein gutes Bild von der Stadt Brüssel und auch der Arbeit des EU-Parlaments machen. Die Studienfahrt war sowohl informativ durch die Besuche im Parlamentarium und die Gespräche mit den Abgeordneten, als auch entspannend durch den Theater-Besuch oder den Jazz-Club.
Text: Nele Mauser
Fotos: Jürgen Roos, Angela Fock, Marion Bauche
Die Klassen 10b und 10c fahren auf Einladung des Staatsministeriums nach Straßburg und besichtigen das EU-Parlament – die neue Marke „Europaschule“ wird mit Leben gefüllt
Das Fazit der Schüler*innen der 10b und 10c fiel einhellig aus: Straßburg ist eine Reise wert. Am 5. November 2025 hatten sie sich frühmorgens mit dem Bus auf den Weg ins Elsass gemacht, um Stadt und EU-Parlament einen Besuch abzustatten. Weil das Theodor-Heuss-Gymnasium Esslingen seit Anfang des Jahres Europaschule ist, übernahm das Staatsministerium (über das Stuttgarter Europa-Zentrum) Organisation und Kosten dieser Kurz-Exkursion. Die mitfahrende Vertreterin des Europa-Zentrums verkürzte uns die Fahrt auf der Autobahn mit einem professionell gestalteten interaktiven Quiz zum Thema EU.
Das Format der Fahrt war freilich das altbekannte: Auf dem Programm stand zunächst die Besichtigung der Straßburger Altstadt, die überragt wird vom architektonisch beeindruckenden Münster, dereinst für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt. Der Charme an der Sache: Die Schüler*innen dürfen die Stadt frei und auf eigene Faust (zum ersten Mal unterstützt durch eine Mini-Stadtrallye) drei Stunden lang erkunden – Selfies an den touristisch wichtigsten Orten inklusive.
Teil 2 der Exkursion, die von Frau Lucius, Frau Moch, Frau Szücs und Herrn Roos begleitet wurde: Besuch des EU-Parlaments mit Informationsvortrag, Informationsfilm und Besichtigung des Parlamentssaals. Das Beeindruckendste war – natürlich auch hier – die Architektur des Parlamentsgebäudes und des davor befindlichen Innenhofs, „Agora“ genannt. Welche symbolischen und metaphorischen Überlegungen die Architekten beim Entwurf des Gebäude-Ensembles angestellt haben, das erhellte der erste Teil des Informationsvortrags, den uns eine Mitarbeiterin des Besucher-Dienstes im Bauch des Parlamentsgebäudes hielt. Zahlen und Fakten zur EU und deren 720 Abgeordnete umfassenden Volksvertretung waren dagegen bereits weitestgehend bekannt. Ein Informations-Film im parlamentsähnlichen Kinosaal des Besucherzentrums schloss sich an. Die Besichtigung des Parlamentssaales, der sonst in beeindruckendem Dunkelblau strahlt, wurde etwas getrübt durch profane Schreinerarbeiten und abgedeckte Sitzreihen. Wenigstens: Es wurde etwas gearbeitet in diesem größten demokratisch gewählten Parlament der Erde.
Schließlich war es vor allem Architektonisches, das bei denSchüler*innen Eindruck hinterlassen hat. Und die Erkenntnis, dass man bei dieser Straßburg-Fahrt historischen Boden betreten hatte. Fortan – so die allgemeine Bilanz – könne man sagen, wenn in den Fernseh-Nachrichten Parlamentsgebäude und Fahnen der EU-Mitgliedsländer zu sehen seien: Da bin ich mit der Schule schon gewesen.
Text und Fotos: Jürgen Roos
In der Woche nach den Herbstferien ging es direkt los: Unser slowenischer Partnerchor machte sich am 5. November um 1.30 Uhr nachts von Velenje aus auf den Weg, um den Kammerchor des THG in der Landesakademie für die musizierende Jugend in Ochsenhausen mittags um 12 Uhr zu treffen. Das zunächst noch etwas verhaltene „Hallo“ der deutschen und slowenischen Schülerinnen und Schülern wich bald einem fröhlichen Gemeinschaftsgefühl.
Nachdem wir erst einmal mit den gemeinsamen Proben begonnen hatten, lief die Kommunikation fast fließend auf Englisch. Eifrig machten sich die beiden Chöre ans Werk und arbeiteten drei Tage lang intensiv am Konzertprogramm für den Samstag, 8.11.25, in der Kirche St. Albertus- Magnus in Oberesslingen. Neben den „uralten“ Evergreens, die schon 1973 gesungen wurden, standen unter anderem auch neue und so bedeutende Werke wie die „Little Jazz Mass“ von Bob Chilcott auf dem Programm, welche die jungen Sängerinnen und Sängern mit komplexer Jazzharmonik und ungewohntem rhythmischem Duktus, sowie dem lateinischen Text herausforderte. Mit Feuereifer und Elan trainierten die Schülerinnen und Schüler und lernten neue Noten, bevor an der Ausdruckskraft und Phrasierung gearbeitet wurde.
In der wenigen verbleibenden freien Zeit wurde die europäische Freundschaft durch die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten, einen bunten Spieleabend und Spaziergänge bei schönstem Wetter rund um das landschaftlich herrlich gelegene Kloster gestärkt. Abschließend durften die Chöre eine Generalprobe in der wunderbaren barocken Klosterkirche St. Georg abhalten.
Bei der Rückkehr nach Esslingen wurden die slowenischen Gäste von „ihren“ Gastfamilien empfangen und verbrachten den Abend mit ihren Gastgebern oder gemeinsam in der Stadt beim Bowling, Pizzaessen, Chillen…
Am Samstag richtete die Stadt Esslingen noch einen Stadtempfang in der Aula des THG aus, bei dem die Gäste und ihrer Gastgeber auch bewirtet wurden. Zeitgleich managten die übrigen Kammerchörler/innen den Transport der Podeste unter der tatkräftigen Mithilfe zweier Eltern und ihrer Autos. Das abendliche Konzert mit dem Titel „da pacem, vom Frieden, o miru“ belohnte dann alle – Zuhörer und Ausführende. Das Klangerlebnis war überwältigend und sprühte vor Energie und dem Geist der völkerverbindenden Idee und einem umfassenden Frieden in Europa. Besonders beeindruckt zeigten sich die Zuhörer von Bob Chilcotts „Little Jazz Mass“, welche souverän vom Jazz-Trio David Müller (Piano), Adrien Barsacq (Kontrabass) und Ben Schäfer (Schlagzeug) begleitet wurde. Mit anhaltendem Applaus und vollen Spendengläsern quittierte das Publikum die Arbeit der Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrerinnen und Lehrer (Uros Jurgec, Urska Sramel Vucina, Marie-Valérie Track, Anika Roth und Dirk Hiddeßen). Nach dem Abbau und Rücktransport der Podeste und Instrumente folgte die wohlverdiente „After-concert-party“ in der THG-Aula. Diesmal war die Koch-AG mit Frau Koukal für das abwechslungsreiche Buffet verantwortlich und hatte die kalten Platten liebevoll hergerichtet. Für die Technik wurde die Technik-AG mit Marian Klotz und Justus Christiani engagiert – vielen Dank für diese große Unterstützung.
Nach einem emotionalen Abschied, bei dem sogar der Himmel anfing zu weinen, sobald das traditionelle „Nehmt Abschied – Sklenimo zdaj“ erklang, machte sich der slowenische Chor am Sonntagmorgen wieder auf in Richtung Velenje.
Text: Marie-Valérie Track; Fotos: Dirk Hiddeßen und Thomas Szücs
Am 11.11. um 8:00 Uhr starteten die 8. Klassen des THG zur traditionellen Experimenta-Exkursion nach Heilbronn. Voller Vorfreude versammelten sich die Schülerinnen und Schüler am frühen Morgen, um gemeinsam in das Abenteuer der Naturwissenschaften aufzubrechen. Die Fahrt verlief reibungslos, begleitet von angeregten Gesprächen und großer Erwartung auf die Experimenta.
Vor Ort tauchten die Jugendlichen in die faszinierende Welt der Wissenschaft ein und konnten an 275 Mitmach-Experimenten aus Physik, Chemie, Biologie und Technik teilnehmen. Die interaktiven Stationen luden zum Ausprobieren, Forschen und Staunen ein. Neben dem Spaß stand das Lernen im Mittelpunkt, und viele berichteten begeistert von ihren neuen Erkenntnissen und Aha-Momenten.
Für den anstehenden Methodentag wählen die Schülerinnen und Schüler eines der Experimente aus, das sie mithilfe eines Plakats präsentieren. Bereits während der Exkursion bereiteten sie sich darauf vor, indem sie Fotos machten, Notizen anfertigten und Fragen sammelten. Die Unterstützung der Kunstlehrkräfte ist hierbei besonders wertvoll: Sie zeigen den Jugendlichen, wie ein „gelungenes“ Plakat gestaltet wird – von der Farbwahl über Schriftarten und Anordnung bis hin zu anschaulichen Grafiken.
Die Exkursion ist jedes Jahr ein Highlight für die 8. Klassen des THG. Sie bietet eine wertvolle Möglichkeit, außerhalb des Klassenzimmers zu lernen, Teamarbeit zu stärken und die Begeisterung für Naturwissenschaften zu fördern. Dank engagierter Lehrkräfte und der abwechslungsreichen Angebote war dieser Tag ein voller Erfolg.
Text und Fotos: Friedrich Heinzmann
Drei Fußball-Teams hat das Theodor-Heuss-Gymnasium am Mittwoch vor den Herbstferien in die erste Runde des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia geschickt. Und alle drei mussten die gleiche Erfahrung machen: manchmal gibt es bessere Mannschaften und man tut dann gut daran, sich damit abzufinden. Sowohl für das Jungen- und Mädchen-Team in Wettkampf I als auch für die Jungs in Wettkampf II war gleich auf Kreisebene Endstation.
Im Wettkampf I (Jahrgang 2007 und jünger) waren die mit Auswahlspielern gespickten gegnerischen Mannschaften aus Ostfildern und Filderstadt einfach zu stark für das von Simon Diegel gecoachte Team. 0:2, 0:4 und 1:4 lauteten die zum Teil deutlichen Ergebnisse. Den Ehrentreffer für das Esslinger Team, bei dem einige K2er zum letzten Mal im THG-Trikot aufgelaufen sind, erzielte Manuel Kohler im letzten Spiel gegen Ostfildern.
Zwei mal 25 Minuten aufopferungsvollen Kampf boten die Mädchen im Wettkampf I den Konkurrentinnen vom ESG Filderstadt. Aufgeben war nie eine Option, selbst als es in der zweiten Halbzeit schnell 0:4 stand. Es war seit langem die erste Mädchen-Mannschaft, die die Farben des THG bei Jugend trainiert vertrat. Lara Aksu, Sarah Vlasina und Simon Diegel hatten das Team zusammengetrommelt, allein das war trotz der Niederlage eine stolze Leistung.
Im Wettkampf II begannen die THG-Jungs ihr Dreier-Turnier mit einem viel versprechenden 1:0-Sieg gegen die Neckar-Fils-Realschule Plochingen, den Treffer erzielte Sinan Küz. Die zweite Partie für das von Jürgen Roos gecoachte Team hatte dann schon Endspiel-Charakter, denn nur die erste der drei Mannschaften kam eine Runde weiter. Gegen das starke OHG Ostfildern hielten die THGler die Partie lange Zeit offen und hatten sogar eine große Chance, mit 1:0 in Führung zu gehen. Mit zunehmender Spielzeit machte sich aber die spielerische Klasse der OHG-Kicker bemerkbar und am Ende stand ein deutliches 0:4. Eine Niederlage, die zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Auch wichtig: das Team gab sich trotz des deutlichen Rückstands niemals auf.
Alle drei Teams waren damit ausgeschieden und traten um einige Erfahrungen reicher die Rückfahrt nach Esslingen an. Im nächsten Schuljahr kommt die nächste Chance.
Text: Simon Diegel und Jürgen Roos, Fotos: Simon Diegel und Ioannis Terzidis
Montag 16 Uhr: Bei herrlichem Sonnenschein kommen wir in der schönen Partnerstadt von Esslingen an. Die erste Herausforderung wartet sogleich auf uns: denn besonders aufregend ist es, am Abend noch ein erstes Kennenlernen der „neuen“ Familien zu erleben.
Dienstag: zum Start in den Tag werden wir in der Schule mit einem leckeren französischen Frühstück begrüßt. Sogar der Schulleiter ist dabei. Im Anschluss geht es gemeinsam zu einem Empfang am Rathaus in Vienne. Hier erfahren wir von der langen Tradition der Partnerstädte und nun werden wir Teil dieser Tradition! Wir sind uns einig: es ist wichtig, dass zahlreiche Regionen in Europa ihre Partnerschaften pflegen und sich regelmäßig treffen, um sich auszutauschen und gemeinsam Alltag und Kultur zu erleben.
Bei der anschließenden Stadt-Rallye sind wir auf Entdeckertour durch Vienne und sehen unter anderem eine wunderschön bemalte Hausmauer mit bekannten historischen Persönlichkeiten, unter anderem Musiker, von denen auch heute noch viele gerne die herausragende Atmosphäre beim Open-Air-Jazz-festival im antiken Theater genießen.
Mittwoch: Ein Schultag im Collège und Lycée von St. Charles ist doch ganz schön anders als bei uns. Im Schulhof wird nicht gegessen oder getrunken. Am Morgen müssen zunächst alle Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht das Schultor passieren. Einmal auf dem Schulgelände angekommen, kann man es erst zum Unterrichtsende wieder verlassen. Fazit: In vielerlei Hinsicht ist die Schule in Frankreich strenger als bei uns. Das hält uns aber nicht davon ab, im Schulhof mit unseren Austauschpartnerinnen und -partnern zu kommunizieren und am interessanten Schulleben teilzunehmen.
Donnerstag: Ein Tag auf den Spuren der Römer – im Musée gallo-romain können wir mit allen Sinnen in den Alltag der Römer eintauchen. Man kann dort mit Persönlichkeiten der Zeit ein Gespräch führen, typische Düfte erschnuppern, Schmuck und riesige Mosaike bewundern sowie den Teil einer römischen Siedlung mit Straße, Toiletten, Geschäftsbereichen sowie privaten Wohnräumen bestaunen.
Außerdem dürfen wir in einem Workshop mit den Corres zusammen ein Mosaik herstellen oder als Gladiator eine römische Legion anführen – das alles ist wirklich spannend!
Freitag: Beim Ganztagesausflug in den Tierpark von Peaugres kommen wir in den Genuss einer tollen Safari-Fahrt, während der sich Bären und Vogelstrauße sehr für unseren Bus interessieren. Anschließend erkunden wir in kleineren Gruppen den Tierpark auf eigene Faust und kommen vielen Tieren aufregend nahe. Hier sieht man doch deutlich: Mensch und Tier sind sich gar nicht so unähnlich. Mit dieser Erkenntnis geht es in das Wochenende…
Montag: Nachdem wir am Vormittag in der Schule fleißig büffeln, geht es am Nachmittag ins Schülerparadies „La Turbine“ - wir haben die Wahl zwischen super Attraktionen wie Laser-Tech, Bowlen und Karaoke. Die Zeit verfliegt wie im Nu, und schon bricht der letzte gemeinsame mit unseren französischen Schulfreunden und deren Familien an.
Dienstag: Nach einer problemlosen Busfahrt kommen wir abends müde, aber voller schöner, neuer Eindrücke nach Hause.
À la prochaine - wir freuen uns auf das Wiedersehen mit unseren Corres hier in Esslingen.
Text und Fotos: Tabea Röse und Angela Fock
Bereits zum dritten Mal fanden die BOGY-Tage für unsere 10. Klassen statt. BOGY heißt Berufsorientierung am Gymnasium und hat am THG seit langem einen hohen Stellenwert. Teil der Aktivitäten in Klasse 10 sind am Anfang des Schuljahres zwei Projekttage mit viel Unterstützung von unseren externen Partnern, bei denen wir uns nochmals herzlich für ihre Unterstützung bedanken möchten.
Am Projekttag 1 erwarteten die in drei Gruppen gelosten Zehntklässler*innen drei Module, die sie alle durchlaufen durften. Erstens: der Interessens- und Orientierungstest mit Herrn Schütz von der Agentur für Arbeit. Zweitens: das Bewerbertraining mit Unterstützung von vielen externen Partnern (Pflegeheime Esslingen, Festo, Index). Und drittens: der MINT-orientierte Informationsvortrag „Coaching4Future“ der Baden-Württemberg-Stiftung, der schon seit 2014 jährlich am THG gastiert.
Am Projekttag 2 ging es praktisch weiter mit Gruppen-Übung und Gruppen-Diskussion, ein sogenanntes „Mini-Assessment-Center“. Danach stand eine Talkshow in der Aula mit vier Vertretern aus der Praxis (Polizei, Pflegeheime, Klein Ventilatoren, Hochschule Esslingen) auf dem Programm, bei dem auch der Platz für Fragen war. Und schließlich – Ende und Höhepunkt zugleich – fand in der Aula und davor eine bunt besetzte kleine Berufsinformationsmesse statt, in diesem Jahr mit der Rekordzahl von 16 Ständen von Betrieben, Einrichtungen und Institutionen von A wie AWO bis U wie Universität Hohenheim. Ziel dieser Mini-Messe: den Schüler*innen einen ersten Eindruck davon geben, wie eine solche Veranstaltung aussieht – es gibt ja große und genügend davon – und ihnen damit ein Stück weit den Respekt nehmen, auch mal hinauszugehen und sich aktiv über Beruf und Studium zu informieren.
Fazit: auch bei ihrer dritten Auflage waren die BOGY-Tage eine runde Sache und die Schüler*innen können nun gut informiert in die Bewerbungsphase für das BOGY-Praktikum starten, das in diesem Schuljahr von 20.-24.4.2026 auf dem Programm steht. Viel Glück und Erfolg dabei. Abschließend einige Live-Eindrücke von Teilnehmer*innen:
Antonia: „Ich fand es gut, dass man Einblicke in die zukünftige Arbeitswelt bekommen hat. Außerdem hat man das Gefühl, dass man bei der Jobauswahl unterstützt wird.“
Anonym: „Der Interessenstest war super, weil man über seine eigenen Fähigkeiten reflektieren konnte, was man mag und was nicht. Er ermöglicht eine gute Orientierung. Außerdem fand ich die Messe gut, weil man mit den verschiedenen Leuten über ihre Arbeit sprechen konnte.“
Julia: „Am besten haben mir die Messe mit den verschiedenen Ständen und der Interessenstest der Agentur für Arbeit gefallen.“
Anonym: „Ich fand es super, weil es die Stationen gab auf der Messe und man überall hingehen konnte, wo man wollte, und alle waren sehr freundlich.“
Anonym: „Ich fand gut, dass man viele Einblicke in verschiedene Berufe bekommen hat. Außerdem war es gut, dass man sich mit vielen Leuten unterhalten konnte und so viele Informationen bekommen hat.“
Lorenz: „Ich fand die MINT-Vorstellung (Coaching4Future) interessant und die Messe mit den Firmen und den Interessenstest der Agentur für Arbeit.“
Amritha: „Dank dieser Workshops weiß ich auch, was ich in der Zukunft studieren oder welche Ausbildung ich machen kann.“
Emma: „Am besten hat mir die Messe und die Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch gefallen, da man bei der Messe Verknüpfungen bilden und gute Gespräche führen konnte. Außerdem konnte ich mir besser bewusst werden, was ich mal machen möchte.“
Maria: „Mir hat das breitgefächerte Angebot an Eindrücken und Einblicken gefallen und es war definitiv ein Wegweiser für meine berufliche Orientierung.“
Text: Angela Fock/Jürgen Roos
Fotos: Angela Fock
Mit einem gemeinsamen Auftakt im Foyer in der großen Pause ist die gesamte Schulgemeinschaft des Theodor-Heuss-Gymnasiums in das neue Schuljahr gestartet. Unser neuer Schulleiter, Herr Frank Arnold, begrüßte alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitenden und wünschte ihnen einen guten Start.
Hier ein paar Eindrücke des gemeinsamen Auftakts:
Text: Annemarie Sturm, Fotos: Thomas Szücs
Heute war ein besonderer Tag am Theodor-Heuss-Gymnasium: Unsere neuen Fünftklässler wurden herzlich eingeschult und in unserer Schulgemeinschaft willkommen geheißen. Bevor sie gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen zu einem Kennenlerntag starteten, empfingen sie unsere Sechstklässler mit einem fröhlichen Spalier. Abgerundet wurde der erste Schultag durch eine gemeinsame Einladung zum Essen in unserer Mensa.
Die erste Schulwoche am THG steht ganz im Zeichen des Ankommens und Kennenlernens. Unsere neuen Schülerinnen und Schüler haben Zeit, ihre Klassenkameradinnen und -kameraden, ihre Lehrkräfte sowie das Schulleben in Ruhe kennenzulernen. In der zweiten Schulwoche wartet dann mit einem Wandertag bereits das nächste gemeinsame Highlight.
Wir wünschen allen neuen Fünftklässlern ein gutes Ankommen am THG und viel Freude beim Lernen und Leben an unserer Schule!
Text und Fotos: Annemarie Sturm