Prävention


Das Curriculum „Gewalt- und Suchtprävention“


Schulische Suchtvorbeugung lebt vor allem von dem Bemühen, den Einstieg in eine Sucht (neben dem Missbrauch von Alkohol, Zigaretten und harten Drogen fallen hierunter z.B. auch Spielsucht oder Essstörungen) zu verhindern. Die Information und Aufklärung z.B. über Suchtmittel und ihre Wirkungen ist dabei eine Sache, die Förderung einer positiven Grundeinstellung zum Leben, eine Erziehung zu lebensbejahenden, selbständigen Menschen die andere, sicherlich tiefgreifendere Herangehensweise. So ist Suchtvorbeugung also eigentlich immer dann The­ma, wenn Schüler, Lehrer, Eltern gemeinsam etwas für die positive Atmosphäre an der Schule tun, wenn wir einander Möglichkeiten eröffnen, kreativ zu sein, unsere Fähigkeiten zu entdecken, Grenzen zu erfahren, Freude zu erleben.

Klassenstufe Inhalt
 5
  • Suchtprävention durch Gesundheitsförderung
  • Medienbildung

 

6
  • Suchtprävention durch Gesundheitsförderung
  • Medienbildung
  • Polizeiliche Gewaltprävention und Elternabend
7
  • Polizeiliche Gewaltprävention (Umgang mit und Gefahren im Internet)
  • Gefahren von Shisha, Wasserpfeife & Co
  • Real > Ideal Teil 1 (Mädchen & Körperlichkeit / Jungen und männliche Vorbilder)
8
  • Real > Ideal Teil 2 - Präventionstheater "Püppchen"
  • Kritischer Umgang mit Alkohol (Alkohol-Missbracuhs-Prävention)
  • Ringen & Raufen 
9
  • Real > Ideal Teil 3
  • Für Mädchen: Workshop der Anlauf- und Beratungsstelle für Essstörungen
  • Für Jungen: Workshop zum Thema Männlichkeit und Gewalt
  • Gefahren von Drogenkonsum: Präventionstheater "Vom Gras zum Crystal"
10
  • Polizeiliche Drogenprävention (Drogentrends, KCanG und strafrechtliche Folgen)

Unsere Aktivitäten


 Polizei – Klassenstufe 6,7 und 10

Jedes Schuljahr kommen Vertreter der Polizei in unsere Sechsten bzw. Siebten Klassen und sprechen über Gewaltprävention und Gefahren der neuen Medienwelt.

In der 10. Klasse findet ein Modul zur polizeilichen Drogenprävention statt. Inhaltliche Schwerpunkte liegen in den Themenbereichen Cannabis und synthetische Drogen sowie Erläuterungen zum Konsumcannabisgesetz (KCanG).

 

Gefahren von Shisha, Wasserpfeifen & Co – Klassenstufe 7

Shisha, Vapes und andere Tabakerhitzer werden bei den Jugendlichen immer beliebter und das Rauchen oftmals als Gruppenerlebnis zelebriert. Von der Werbung verharmlost und als weniger schädliches Rauchen vermarktet, werden die damit verbundenen Gefahren bagatellisiert. Ziel des Workshops ist, bei den Schülerinnen und Schülern eine informierte und kritische Haltung gegenüber diesen Rauchmethoden zu fördern und zu bestärken.

 

Kritischer Umgang mit Alkohol – Klassenstufe 8

In den achten Klassen findet ein interaktives Projekt zur Alkohol-Prävention statt.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen gefahrlosen aber eindrucksvollen Einblick in die Welt des Alkoholmissbrauchs.  Das Projekt verfolgt das Ziel, Jugendliche zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol anzuregen und riskantem Alkoholkonsum vorzubeugen.

 

"Ringen und Raufen" – Klassenstufe 8

Die Sportfachschaft des THG hat sich außerdem verpflichtet, in den achten Klassen eine Unterrichtseinheit durchzuführen, in der die Schülerinnen und Schüler unter der Überschrift Ringen & Raufen Lernen, mit ihren körperlichen Kräften verantwortungsvoll umzugehen.

 

Real > Ideal – Warum echt sein stärker ist als jedes Rollenbild

Klassenstufe 7 und 9

In unserer Welt gibt es viele Ideale: das perfekte Aussehen, die „richtige“ Art, ein Mädchen oder ein Junge zu sein, und Vorbilder, die oft unerreichbar wirken. Doch wer bestimmt eigentlich, was „ideal“ ist – und was passiert mit unserem Selbstwert, wenn wir diesen Idealen hinterherjagen?

In unserem Projekt „Real > Ideal“ beschäftigen sich die Jugendlichen kritisch mit gesellschaftlichen Rollenbildern und Schönheitsidealen.

·       Für Jungen: Wir hinterfragen, was „männlich“ sein bedeutet, schauen auf Vorbilder und erkennen auch toxische Vorstellungen von Stärke.

·       Für Mädchen: Wir beleuchten Schönheitswahn, Schlankheitsdruck und unrealistische Erwartungen, wie ein „richtiges“ Mädchen zu sein hat.

Ziel ist es, den eigenen Wert und das Selbstbewusstsein zu stärken, unabhängig von Likes, Rollenbildern oder vermeintlichen Idealen - Echt sein > perfekt sein.

 

Präventionstheater – Klassenstufe 8 und 9

Das Theaterstück „Püppchen“ wird für die Klassenstufe 8 aufgeführt und rückt das Thema „Essstörungen“ ins Rampenlicht. Ob und wie es Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsensein schaffen, miteinander und ihren individuellen Alltagsanforderungen umzugehen, davon handelt dieses Stück. So zeigt das Theaterstück einerseits, wie Probleme mit dem Essen entstehen können und welche Beweggründe es für ein gestörtes Essverhalten geben kann. Gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, um gut für sich selbst zu sorgen, einen liebevollen Umgang mit sich zu finden und Unterstützung von außen in Anspruch zu nehmen.

 

Das Theaterstück „Von Gras zu Crystal“ ist in der Klassenstufe 9 gesetzt. Im Stück wird eindrücklich der Suchtverlauf eines Teenagers, beginnend mit Cannabis aus Neugier, später dann der Konsum von harten Drogen beschrieben. Sowohl körperliche wie auch Veränderungen der Persönlichkeit sind für das Publikum deutlich erfahrbar. Gelingt der Ausstieg aus der Suchtspirale? Kontakte von Hilfeanbietern werden konkret benannt.

 

In der eine Nachbesprechung beider Präventionsstücke haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu diskutieren, Fragen zu stellen und auf schulische AnsprechpartnerInnen im Einzelkontakt zuzugehen.


Verantwortlich

Beauftragter für Gewalt- und Suchtprävention des THG Esslingen Michael Friedmann in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin Dagmar Kircher-Krause.

Curriculum zur Prävention von sexualisierter Gewalt am THG


An unserer Schule steht das Wohl jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen im Mittelpunkt. Ein sicheres und respektvolles Miteinander ist Grundlage für erfolgreiches Lernen und gemeinsames Wachsen. Deshalb messen wir der Prävention von sexualisierter Gewalt eine besonders hohe Bedeutung bei. Ziel unserer Präventionsarbeit ist es, ein Schulklima zu schaffen, in dem Grenzen geachtet, Vertrauen gestärkt und Kinder wie Jugendliche ermutigt werden, sich mitzuteilen und Hilfe zu suchen.

 

Durch Aufklärung, Sensibilisierung und ein klares Schutzkonzept möchten wir nicht nur Risiken minimieren, sondern vor allem stärken: die Selbstbestimmung, das Selbstbewusstsein und die gegenseitige Wertschätzung aller Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. So leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag dazu, dass Schule ein sicherer Ort bleibt – für alle.