Probentage in der Landesmusikakademie in Ochsenhausen


Probentage des Kammerchors

Der Bus, den wir bis auf den letzten Platz besetzten, holte uns am Mittwoch fast pünktlich am THG ab und brachte uns nach Ochsenhausen.

Noch vor dem Mittagessen und dem Beziehen der Zimmer fanden wir uns in unserem Probengebäude zum gemeinsamen Einsingen ein.

 

Meist recht diszipliniert probten wir in den drei Tagen mehrere Stunden am Tag Chorstücke aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen und kamen so gut voran.

In den Pausen traf man sich (in mehr oder weniger übermüdetem Zustand) an der Kaffeemaschine, hatte Zeit, das nahegelegene Dorf zu erkunden oder über das ehemalige Klostergelände zu spazieren.

Die Musik erfüllte uns sehr: mit offiziellem Probenende am Abend war noch lange nicht Schluss mit dem Singen – die Gänge des ehemaligen Klosters luden mit ihrem schönen Hall dazu ein, auch in kleiner Besetzung frisch einstudierte Stücke und alte Ohrwürmer zum Besten zu geben.

 

Doch nicht nur wir, der Kammerchor, waren fleißig: Während wir unten im Spiegelsaal als gesamter Chor übten, uns aber auch zu Stimmproben trafen und Stimmbildung betrieben, war die Jazzband im Saal über uns musikalisch aktiv. Manch einer, der Teil beider AGs ist, wurde munter hin und hergereicht. 

Für zwei Stücke schlossen sich Kammerchor und Jazzband zusammen und waren so kurzzeitig auch gemeinsam musikalisch unterwegs.

 

Ein besonderer Höhepunkt war das spontane Musizieren in der barocken Kirche am Donnerstag. Wir verteilten uns im Kirchenschiff und konnten den Raum bis unter die goldverzierte Decke mit Klang füllen. Vor allem Stücke, in denen es um den Frieden geht, haben wir an diesem besonderen Ort gesungen – in der heutigen Zeit ein größeres Anliegen denn je.

Das Singen in der Kirche war sehr berührend – nicht nur für uns und unsere Lehrer, sondern auch für das Ehepaar, das in die Kirche kam, während wir sangen. Die beiden haben sich sehr gefreut und uns am Ende ordentlich applaudiert.

 

Wir bedanken uns bei Frau Track, Herrn Hiddeßen und Herrn Zimmermann, die die Probentage organisierten und mit uns musizierten.

Nach der langen Zeit, in der die Pandemie so viele Ausflüge und Klassenfahrten unmöglich machte und auch für die Schulmusik enorme Einschränkungen mit sich brachte, tat es allen sichtlich gut, wieder einmal so intensiv Zeit miteinander und mit der Musik verbringen zu dürfen.

 

Für den Kammerchor: Matilda Golding, Kursstufe 2

 

Musik an ganz besonderen Orten

Vom 12. bis zum 14.10.22 fand für Kammerchor und Jazzband in der Landesmusikakademie Ochsenhausen eine Probenausfahrt statt. Da die Coronabeschränkungen mehrtägige Aufenthalte wieder zulassen, war es uns im Gegensatz zum letzten Jahr auch wieder möglich, auswärts zu übernachten.

 

Unsere Reise begann mittwochs, Treffpunkt war um 8:30 Uhr vor dem THG, von welchem aus wir auch dann um 9:00 Uhr losfuhren. Nach zwei Stunden Busfahrt, während welcher die Vorfreude schon allen offensichtlich in Gesicht geschrieben war, kamen wir an der Landesakademie an. Wir stellten unsere Sachen gesammelt in einen Gang des ehemaligen Klosters, da unsere Zimmer noch nicht beziehbar waren, und trafen uns noch vor dem Mittagessen im Bräuhaus, in dem es unter anderem einen großen vollbestuhlten Veranstaltungssaal gibt, der sich uns als perfekter Versammlungsort anbot. Dort erhielten wir von den Lehrern unsere Zimmerschlüssel und etliche weitere Informationen zum Gebäude und der zeitlichen Planung. Anschließend teilte sich die Gruppe erstmals in Chor und Jazzband auf, und während Herr Zimmermann mit der Jazzband auf der Bühne des besagten Saals begann, die Instrumente aufzubauen, ließ es sich Frau Track nicht nehmen, die noch müden Sänger des Chores mit ein paar Übungen aufzuwecken.

Nach dem Mittagessen um 12 Uhr durften wir unsere Zimmer beziehen und begannen anschließend um 13:15 Uhr mit den Proben. Da Jazzband und Kammerchor zeitgleich probten, fand sich der Chor im Keller des Bräuhauses ein, welcher auch die nächsten Tage als Probe-Ort fungieren würde. Wir probten, mit Ausnahme einer 45-minütigen Pause am Nachmittag, bis 18 Uhr und machten uns dann auf in Richtung Abendessen. Nachdem alle wieder satt und zufrieden waren, folgte eine weitere Probephase, nach welcher wir dann jedoch alle erschöpft, aber zufrieden unseren Abend als Gruppe genießen konnten, bis um 23 Uhr die Nachtruhe begann.

 

Am nächsten Morgen begannen wir nach dem Frühstück, das (nach der Meinung einiger Schüler viel zu früh) um 8 Uhr angesetzt war, mit dem Proben. Der Kammerchor traf sich zuerst gesammelt, teilte sich aber anschließend, um Stimmproben zu halten. Vor dem Mittagessen wurden die Stimmen dann wieder zusammengesetzt. Nach dem Essen hatten wir dann bis 15 Uhr Freizeit und so die Möglichkeit nach Absprache mit den Lehrern Ochsenhausen zu besichtigen. Während einige dieses Angebot annahmen, blieben andere lieber auf dem Gelände der Akademie, um z.B. in den uns zu Verfügung gestellten Übe-Räumen den musikalischen Input des Vormittags weiter zu vertiefen.

 

Da einigen Schülern in der Mittagspause auf Entdeckungstour die wunderschöne Kirche, die an das Kloster anschließt, aufgefallen war, entstand der Gedanke, in dieser Kirche unsere bereits gut geprobten Stücke einmal in der außergewöhnlichen Akustik zu genießen. Als unsere nächste Probe sich dem Ende zuneigte, machten wir uns dann gesammelt auf den Weg zur Kirche, um den Plan in die Tat umzusetzen.

 

Um 16:45 Uhr wurden Gruppenfotos gemacht und anschließend ging es wie üblich weiter mit dem Proben.

Vor dem Abendessen fanden sich dann zum ersten Mal Kammerchor und Jazzband zusammen auf der Bühne im Bräuhaus ein, um die von beiden Partien vielgeprobten Stücke „Skyfall“ und „Feel The Rhythm“ zusammen zu performen. Als diese Probe abgeschlossen war und sich einige schon schnell aus dem Staub machen wollten, begann die Jazzband aber noch spontan ein kleines Konzert für den Chor zu spielen, das einige der Sänger offensichtlich stark beindruckte. Nach dem Abendessen probten wir weitere 90 min und hatten dann aber reichlich Zeit, den zweiten und letzten Abend bis 23 Uhr gemütlich ausklingen zulassen.

 

Freitag morgens begann unser letzter Tag an der Landesakademie. Wir frühstückten und mussten dann unsere Zimmer räumen und unser Gepäck wieder im Gang stapeln. Es folgte um 9:30 Uhr unsere letzte Probe-Session. Noch einmal probten Kammerchor und Jazzband zuerst gemeinsam, dann getrennt. Wir probten bis zum Mittagessen. Der Kammerchor gab beim Warten vor dem Speisesaal noch ein letztes kleines Konzert, mit den Liedern „Aller Augen“ und „We Shall Overcome“, und alle schienen doch eher missmutig über die Tatsache zu sein, dass es nun schon vorbei war.

 

Und so stiegen wir um 13 Uhr wieder in den Bus und fuhren nach Hause.

 

Für die Jazzband: David Wieland & Sam Münzmay, Kursstufe 1