Wie gut, dass es noch Schokolade gibt, denn Schokolade rettet die Welt!

Grüße aus Marathon – ein Theaterstück der Unterstufen-Theater-AG


„Gamanz schömön dumunkemel hiemier!“ – „Umund somo stimill!“

Aber nicht lange: Aus mit der Ruhe ist es, als fünf Marsmännchen auf drei THG-Schülerinnen treffen, was erst für reichlich Verwirrung sorgt, aber dann schnell Licht ins Dunkel bringt.

 

„Liebes Publikum, wie Sie im ersten Akt bereist erfahren haben, ist die Erde im Jahr 2062 zu einem sehr warmen Planeten geworden. Ganz Deutschland ist von Wasser überschwemmt. Ganz Deutschland? Nein, eine Schule hält den Veränderungen durch den Klimawandel erstaunlich gut stand. Betonwände sorgen an und für sich schon für ein kühles Raumklima, die Schallschutz-decken wurden darüber hinaus durch Klimaanlagen ersetzt. Außerdem verfügt diese wider-standsfähige Schulgemeinschaft über einen besonders wirksamen „Zaubertrank“ im Kampf gegen den Klimawandel, der durch einen Unfall im Chemieunterricht entstanden ist: ein Gebräu, das es den Mitgliedern dieser Schule ermöglicht, sich mit wenigen Schlucken auf 37 Grad Körpertemperatur herunterzukühlen. So hält das THG im Jahr 2062 bereits seit vielen Jahren den Veränderungen stand. Und da diese Schule seit langem für ihren bilingualen Unterricht bekannt ist, ist es im Zuge der Wegorientierung vom Planeten Erde nur logisch, dass seit zehn Jahren die Mars-Sprache unterrichtet und in der Schule fließend gesprochen wird.“

 

Zum Glück lernen die THG-Schülerinnen schon seit einigen Jahren bei ihrer sehr engagierten Lehrerin Frau Martin die Mars-Sprache und auch in der Mars-Landeskunde kennen sie sich gut aus. Nur einen echten Marsmenschen hat niemand von ihnen bisher gesehen oder gar gesprochen – doch das ändert sich genau jetzt! Gleich fünf Marsmännchen sind im Auftrag des Mars-Königs und der Mars-Königin auf der Erde gelandet, mit dem Auftrag, Schokolade zu besorgen, denn sie stiftet Freude und das ist es, was auf dem roten Planeten noch fehlt. Das klingt nach einer leichten Aufgabe, doch aufgrund der im Jahr 2062 weit fortgeschrittenen Erderwärmung wird Schokolade mittlerweile gar nicht mehr produziert, weil die Kühlung zu teuer ist. 3 kg Schokolade und fünf verschiedene Rezepte aus fünf Kontinenten gegen einen Einschluss in eine Zeitkapsel, in der die Erdenzeit um 40 Jahre zurückgedreht wird, so dass die Menschen noch eine Chance bekommen, die Erderwärmung rechtzeitig zu stoppen – auf diesen Deal lassen sich die THG-Schülerinnen ein! Sie verwickeln ihre Lehrerin in ein Gespräch über Schokolade und erfahren so wichtige Informationen rund um das Thema „Schokolade“. Nur die Sache mit der Kühlung ist nicht so leicht zu lösen … Wie gut, dass es den THG-Kühlzaubertrank gibt! Ein paar Tropfen genügen – und tatsächlich: Glücklich überreichen die Schülerinnen den Marsmännchen die geforderte Menge Schokolade. So verfressen wie die Marsmännchen sind, wollen sie gleich davon kosten und können nur mit Mühe zurückgehalten werden, alles zu verputzen. Auch sie halten sich an die Abmachung: Wie versprochen, verkapseln sie die Schülerinnen. Sie wachen auf im Jahr 2022, in dem es deutlich kälter ist als 2062 und in dem es noch verschiedene Landschaften und Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen gibt und Schokolade – und Menschen, die es in der Hand haben, dass das so bleibt!

 

Voller Witz und Energie brachte die Unterstufen-Theater-AG unter der Leitung von Stefanie Schlimper das selbst geschriebene Stück „Grüße aus Marathon“ auf die THG-Bühne. Helen, Jana, Jella, Josefine, Kristina, Luisa, Maja, Maj-Lis, Milla, Nina, Sarah, Sina, Sofiya, Valentina und Viktoria zeigten dabei nicht nur, dass sie die Mars-Sprache fließend sprechen und wunderbar verstehen, sondern auch, dass sie richtig gute Schauspielerinnen und kreative Stückeschreiberinnen sind, die das große Thema „Klimawandel“ angehen. Applaus, Applaus – oder in der Mars-Sprache: Applamaus, Applamaus!

 

Text und Fotos: Carmen Große