Wo ist das kostbare Collier? Wurde es gestohlen? Und wie kommt das Messer in die Torte? Wer weiß etwas oder vielleicht sogar etwas mehr? Hat jemand etwas gehört oder gesehen? Und wer hat womöglich was gemacht – oder sogar verbrochen?
Fragen über Fragen stellen sich den Detektivinnen und mit ihnen dem Publikum, das hautnah bei den Ermittlungen dabei ist. Die ereignen sich rund um ein Krimi-Dinner, bei dem ein alter Fall noch einmal aufgerollt wird. Drei Erzählerinnen nehmen die Zuschauenden mit auf eine Zeitreise 50 Jahre zurück. Da waren die mittlerweile betagten Gastgeberinnen noch jung, Austauschschülerinnen waren gerade zu Gast, ebenso wie eine Reihe von reichen Freundinnen, die jedoch eher für sich bleiben wollten. Doch während der gesellige Abend Fahrt aufnahm – es wurde getrunken, getanzt und gelacht – geschah es: Ein schwarzer Schatten huschte durch die Gesellschaft, kurz darauf war ein Schrei zu hören: „Mein Collier! Es ist weg!!“
50 Jahre später – jetzt, in der Gegenwart – bringt eine unbedachte Äußerung den Stein ins Rollen. Akribisch begeben sich die Detektivinnen auf Spurensuche, stellen Nachforschungen an und befragen die Gäste von damals, die wieder am Ort des Geschehens sind und es sich gut gehen lassen wollen. Rebecca, die Frau im Regenbogenkleid, möchte das Wort ergreifen, da zuckt sie zusammen und kann sich gerade noch ducken: Ein Messer verfehlt sie nur knapp und bleibt stattdessen in der Torte, die auf dem Tisch steht, stecken; die Täterin sinkt ohnmächtig zu Boden. Nun kann Rebecca nicht mehr länger schweigen – vor 50 Jahren war sie von der jetzt alt gewordenen reichen Dame Lady Melissa beauftragt worden, ihr Collier zu stehlen, damit diese wiederum einen Versicherungs-betrug daraus machen und eine große Summe Geld kassieren konnte. Lady Melissa ahnte, dass Rebecca kurz davor war, auszupacken, und wollte sie lieber für immer zum Schweigen bringen. Doch anders als die Torte konnte Rebecca dem Mord entkommen – zum Glück!
Darüber und über die Aufklärung des Falls freute sich auch das Publikum. Mit lang anhaltendem Applaus bedankte es sich bei der Unterstufen-Theater-AG und Stefanie Schlimper und Dagmar Kircher-Krause für diesen spannenden und unterhaltsamen Theaterabend.
Text und Fotos: Carmen Große